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EU-Kommission erwartet Rückgang der Rindfleischproduktion

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Die Rindfleischproduktion in der Europäischen Union ist 2025 um 4,1 Prozent zurückgegangen. Auch in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 lag die Erzeugung um weitere 4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Quelle: FoodieFrame Studio/shutterstock.com

Die Rindfleischproduktion in der Europäischen Union ist 2025 um 4,1 Prozent zurückgegangen. Auch in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 lag die Erzeugung um weitere 4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Nach Angaben der EU-Kommission wurden in den meisten Mitgliedstaaten weniger Tiere geschlachtet, wobei höhere Schlachtgewichte den Rückgang teilweise ausglichen.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die Kommission einen weiteren Produktionsrückgang um 2,2 Prozent. Ursache ist vor allem der anhaltende strukturelle Rückgang des Rinderbestands. Auch für 2027 wird mit einer weiteren Abnahme gerechnet.

Preise bleiben auf hohem Niveau

Zwar gaben die Rindfleischpreise Anfang 2026 leicht nach, aufgrund des knappen Angebots sollen sie jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben. Nach Einschätzung der Kommission könnten die hohen Preise dazu beitragen, dass Verbraucher verstärkt auf günstigere Fleischarten ausweichen.

Die angespannte Versorgung dürfte auch den Außenhandel beeinflussen. Für 2026 rechnet die Kommission mit einem Rückgang der Rindfleischexporte um 12 Prozent und der Ausfuhren lebender Rinder um 18 Prozent. Als Gründe nennt sie unter anderem die stärkere Konkurrenz Australiens auf dem britischen Markt sowie geringere Exporte in den Nahen Osten infolge geopolitischer Spannungen.

Mercosur könnte Importe erhöhen

Auf der Importseite erwartet die EU-Kommission einen Anstieg der Rindfleischeinfuhren um 12 Prozent. Ausschlaggebend dafür könnte das Inkrafttreten des Mercosur-Abkommens sein, das zusätzliche Lieferungen aus Südamerika ermöglicht. Allerdings weist die Kommission darauf hin, dass mögliche Importbeschränkungen für brasilianisches Rindfleisch wegen Verstößen gegen Vorschriften zum Einsatz antimikrobieller Mittel die Entwicklung noch beeinflussen könnten.

Schwein und Geflügel mit stabiler Entwicklung

Im Gegensatz zum Rindfleisch erwartet die Kommission für den Schweinefleischmarkt 2026 eine weitgehend stabile Produktion mit einem Plus von 0,3 Prozent. Die Exporte dürften leicht zurückgehen, während der Verbrauch aufgrund niedrigerer Preise geringfügig steigen könnte.

Für Geflügelfleisch wird ein Produktionsanstieg von 1,4 Prozent prognostiziert. Trotz einer anhaltend hohen Nachfrage könnten geopolitische Spannungen die Exporte belasten. Gleichzeitig rechnet die Kommission mit steigenden Importen, unter anderem aus Brasilien, Thailand und der Ukraine.

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