TierRindEU-Milchaufkommen wächst im zweiten Quartal langsamer

EU-Milchaufkommen wächst im zweiten Quartal langsamer

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Polen setzte den moderaten Wachstumskurs fort, während Italien und Irland rückläufige Mengen auswiesen.
Quelle: smart.art/shutterstock.com

Zu Beginn des zweiten Quartals lag das Milchaufkommen in der EU-27 bei 13,4 Milliarden Kilogramm und damit 2,3 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber dem Vormonat ging die angelieferte Milchmenge saisonbedingt zurück. Gleichzeitig fiel der Zuwachs im Jahresvergleich mit 2,3 % geringer aus als in den ersten drei Monaten des Jahres, als die Steigerungsraten zwischen 4,3 % und 4,9 % lagen. Darauf verweist MBI unter Berufung auf Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat).

Dadurch verringerte sich auch der kumulierte Vorsprung gegenüber dem Vorjahr: Nach einem Plus von 4,6 % im ersten Quartal lag der Zuwachs Ende April noch bei 4,0 %.

Unterschiedliche Entwicklung in Milcherzeugerländern

Unter den fünf größten Milcherzeugerländern der EU lag die Milchanlieferung im April überwiegend weiterhin über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten verlangsamte sich das Wachstum jedoch vielfach.

In Deutschland war diese Entwicklung laut VMB bislang nicht zu beobachten. Hier wurden im April rund 6,0 % mehr Milch angeliefert als im Vorjahresmonat. In Frankreich schwächte sich das Wachstum deutlich ab, die Anlieferung lag nur noch gut 1,0 % über dem Vorjahreswert. Auch in den Niederlanden fiel der Zuwachs geringer aus, die Milchmenge übertraf den Vorjahresmonat aber weiterhin um 4,0 %.

Rückgänge in mehreren Ländern

Polen setzte seine stabile Entwicklung fort. Wie bereits im ersten Quartal lag das Milchaufkommen auch im April um 3 bis 4 % über dem Vorjahresniveau.

In Italien wurde dagegen erstmals weniger Milch angeliefert als im Vorjahresmonat. Das Anlieferungsniveau lag 1,2 % unter dem Wert des April 2025. In Irland fiel das Milchaufkommen mit einem Minus von 3,5 % noch deutlicher aus. Rückläufige Milchanlieferungen wurden außerdem für Rumänien, Estland und Lettland gemeldet.

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