RindRindermastEU: Preise für Schlachtkühe unter Druck

EU: Preise für Schlachtkühe unter Druck

Wöchentlich aktualisierte Schlachtrinderpreise
Quelle: shutterstock.com/nadia_if

Das steigende Angebot bei Schlachtkühen in einigen Ländern – regional durch die Trockenheit beeinflusst – sowie die zurückhaltende Nachfrage in der Verarbeitungsindustrie führen zu Preisrückgängen. Auch in Deutschland kommen deutlich mehr Schlachtkühe auf den Markt, weshalb in dieser Kategorie die Preise rückläufig sind, berichtet die Rinderbörse.

In Österreich stellen sich die Markttendenzen ähnlich dar. Einem stabilem Jungstier-Angebot steht aktuell eine leicht verbesserte Rindfleischnachfrage im Lebensmitteleinzelhandel gegenüber. Die Jungstierpreise ziehen an und wurden für zwei Wochen fixiert. Bei Schlachtkalbinnen sind Angebot und Nachfrage bei unveränderten Preisen weitgehend ausgeglichen. Gefragt ist vor allem die Qualität gut ausgemästeter Kalbinnen. Bei Schlachtkühen sind die Märkte hingegen unter Druck. Das Schlachtkuhangebot ist in Österreich saisonal leicht steigend. Gleichzeitig ist die Nachfrage ruhiger, da vor allem die Vermarktungssituation im Export aufgrund europaweit höherer Schlachtkuhmengen schwieriger geworden ist. Reduzierte Verladungen bei Kuhfleisch sind die Folge. Die Schlachtkuhpreise sind rückläufig, wo vor allem schwächere Qualitäten (Fettklasse 1) und Bio-Schlachtkühe verstärkt unter Druck stehen. Wiederholt konnte zu Redaktionsschluss noch keine Preiseinigung bei Schlachtkühen erzielt werden. Bei Schlachtkälbern ist die Preisnotierung für die laufende Woche hingegen im Wesentlichen unverändert.

Preiserwartungen netto für Woche 35/2022

(29.08.2022 – 04.09.2022)

Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise (exkl. MwSt.) für Handelsklasse R2/3 ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen bezogen auf ein Kilo Schlachtgewicht kalt! Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die Veränderungen auf die Vorwoche. Quelle: ARGE Rind

  • Jungstier            € 4,41
  • Kalbin                  € 4,10
  • Kuh                      keine Einigung erzielt
  • Schlachtkälber   € 6,45

Zu den Schlachtrinderpreisen der Vorwoche