LandlebenErnährungEU: Steigerung der Rindfleischimporte aus Brasilien um 124 %

EU: Steigerung der Rindfleischimporte aus Brasilien um 124 %

Mercosur-Staaten wie Brasilien dürften durch das geplante Freihandelsabkommen mehr Rindfleisch in die EU liefern.
Quelle: Anne Greenwood / shutterstock.com

Brasiliens Rindfleischexporteure haben 2025 das erfolgreichste Jahr ihrer Geschichte erlebt, unter anderem wegen eines florierenden Geschäfts in der Europäischen Union. Wie der brasilianische Verband der Fleischexportindustrie (ABIEC) berichtete, erhöhten sich Brasiliens Ausfuhren an frischem und verarbeitetem Rindfleisch im Berichtsjahr mengenmäßig um 20,9 % auf 3,5 Mio. Tonnen. Der Umsatz wuchs sogar um 40,1 %, auf 18,03 Mrd. $ (15,33 Mrd. Euro).

EU: Importe stark gestiegen

Brasilianisches Rindfleisch wurde 2025 in insgesamt 170 Ländern verkauft. Der wichtigste Markt blieb China, und zwar mit einer Absatzmenge von insgesamt 1,68 Mio. Tonnen. Deutlich dahinter folgten die USA mit 271.800 Tonnen, Chile mit 136.300 Tonnen sowie die EU mit 128.900 Tonnen und Russland mit 126.400 Tonnen. Auf fast allen Absatzmärkten wuchs die Absatzmenge. In China wurden 22,8 %, in den USA 18,3% in Chile 29,8 % und in der EU sogar 123,8 % mehr verkauft.

Besonders gut entwickelten sich die Geschäfte in Nordafrika und dem Nahen Osten, beispielsweise in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Algerien mit Mengensteigerungen um jeweils zwischen 176,1 % und 292,6 %.

Brasilianischer Markt ist widerstandsfähig

Der Präsident des brasilianischen Verbandes der Fleischexportindustrie Roberto Perosa betont, dass die Zahlen die Widerstandsfähigkeit des brasilianischen Rindfleischexports belegen. Auf Belastungen wie die Erhöhung der US-Zölle habe die Branche schnell reagiert und sei gestärkt daraus hervorgegangen. Auf 2026 blickt Perosa mit Optimismus. Nach zwei Jahren starken Wachstums seien Stabilität und ein günstiges Umfeld für die Weiterentwicklung strategisch wichtiger Märkte zu erwarten.

Keine Worte verlor der Verbandspräsident hinsichtlich der neuen chinesischen Zölle in Höhe von 55 %, die seit Jahresbeginn nach Erreichen eines festgelegten Lieferkontingents zu berappen sind. Dieses beträgt im Fall von Brasilien 1,1 Mio. Tonnen und damit mehr als ein Drittel weniger als die Liefermenge im Jahr 2025.

AgE

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