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Rubrik Rindermast

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EU stoppt Fleischimporte aus Brasilien

Die EU führt vorübergehend kein Rind- und Geflügelfleisch aus Brasilien ein. Bislang liegen keine ausreichenden Garantien dafür vor, dass die Produkte die Antibiotika-Vorgaben der EU erfüllen.

Brasilien kann keine ausreichenden Garantien vorlegen, die nachweislich die EU-Vorgaben zum Antibiotikaeinsatz erfüllen. Quelle: MS Cattle/shutterstock.com

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Christina Vetta 1 Min. Lesezeit

„Brasilien ist ein wichtiger Partner der EU“, erklärte eine Sprecherin der Kommission. Brüssel arbeite eng mit den brasilianischen Behörden daran, die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen. Sobald diese nachgewiesen sei, könnten die Exporte wiederaufgenommen werden. Einen Zeitplan dafür nannte die Kommission nicht.
Für Geflügel und Honig läuft derzeit eine Überprüfung. Fällt sie positiv aus und stimmen die EU-Staaten zu, könnten Geflügelexporte aus Brasilien nach Angaben der Kommission innerhalb weniger Wochen wieder zugelassen werden. Bei Rindfleisch könnte es wegen der längeren Produktionszyklen länger dauern.

Kein Fleisch in die EU

Die EU verbietet den Einsatz von Antibiotika in der Vieh- und Geflügelzucht zur Wachstumsförderung oder reinen Ertragssteigerung. Tiere dürfen zudem nicht mit bestimmten Medikamenten behandelt werden, die für Menschen reserviert sind – dies soll verhindern helfen, dass bei Krankheitserregern Resistenzen gegen Antibiotika entstehen. Bereits im Mai hatte Brasilien nicht ausreichend dargelegt, dass es diese Vorgaben einhält. Damals war das südamerikanische Land deshalb vorerst nicht auf einer Liste mit Ländern gelandet, die Fleisch in die EU verkaufen dürfen.
Auf die neue Ankündigung der EU reagierte die brasilianische Regierung auf Anfrage zunächst nicht; im Mai hatte sie jedoch mitgeteilt, „rasch“ Maßnahmen ergreifen zu wollen, damit der Handel wieder anlaufen kann.

Kontakt zum Autor

Christina Vetta

LANDWIRT Redaktion

Wuchs auf einem kleinen Bio-Milchviehbetrieb im Murtal auf. Während der Schul- und Studienzeit nutzte sie die Ferien, um in unterschiedlichen Bereichen der Landwirtschaft zu arbeiten. Nach dem Studium an der Universität für Bodenkultur schreibt sie seit 2013 für den LANDWIRT und betreut die Rubriken Rind und Grünland sowie die Zeitschrift LANDWIRT Bio.

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