LandlebenFachschule Warth macht sich für alte Obstsorten stark

Fachschule Warth macht sich für alte Obstsorten stark

0:00 0:00
v.l.n.r.: Die Schülerinnen Kendra Batista-Cepeda, Lara Haider und Lilli Ellerkamm mit Professor Markus Schöll bei der Bestimmung der Obstbaumblüten.
Quelle: Jürgen Mück

Als Teil eines österreichweiten Netzwerks hat die Fachschule Warth die Obst-Charta unterzeichnet und tritt damit gemeinsam mit 15 weiteren Obstsammlungen für ein ambitioniertes Ziel ein – bis 2035 sollen alle heimischen Obstsorten vor dem Verschwinden bewahrt werden. Die Fachschule Warth bringt dabei konkretes Wissen mit: Seit drei Jahren engagiert sie sich im Projekt „Obst-Monitoring“ und hat eine Datenbank mit rund 100 Obstsorten aufgebaut. Die erfassten Bäume wurden nicht nur nach ihrem äußeren Erscheinungsbild beschrieben und zugeordnet – für jede Sorte wurde auch ein genetischer Fingerabdruck erstellt. Als wichtiger Beitrag zur Erhaltung alter Obstsorten wurden bereits zahlreiche seltene Obstbäume gepflanzt. Darunter sind Bäume mit so klingenden Namen wie Königin Sophienapfel, Rote Sternrenette und Gewürzluikenapfel.

Strukturwandel bedroht die Sortenvielfalt

Der tiefgreifende Wandel in Landwirtschaft und Gesellschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten zu einem dramatischen Rückgang an Obstbäumen und -sorten geführt.  Was früher in jedem Hausgarten selbstverständlich war, droht heute für immer zu verschwinden – mit weitreichenden Folgen für die biologische Vielfalt. „Mit der Unterzeichnung der Obst-Charta stellen wir unsere Datenbank dem österreichweiten Netzwerk zur Verfügung. Damit wird das Wissen rund um die Obstbäume gebündelt und es können gezielte Schritte zur Erhaltung der biologischen Vielfalt gesetzt werden“, erklärt Projektleiter Professor Markus Schöll.

Weitere Informationen: obstmonitoring.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Warenkorb

Der Warenkorb ist leer.
Gesamt: 0,00