Mein BetriebBetriebsführungFAO: Hohe Düngerpreise bremsen Einkauf für 2026/27

FAO: Hohe Düngerpreise bremsen Einkauf für 2026/27

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Quelle: yarm_sasha / shutterstock.com

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) blickt mit Sorge auf die Saison 2026/27. Laut aktuellem „Food Outlook“ ist der Düngereinkauf insbesondere in Europa und Nordamerika ins Stocken geraten. Betroffen sind vor allem Stickstoff- und Phosphatdünger, deren Preise zuletzt deutlich stärker gestiegen sind als jene von Kali.

Im Mai 2026 kostete ein repräsentativer Düngerkorb aus Stickstoff-, Phosphat- und Kalidüngern durchschnittlich 595 US-Dollar je Tonne. Das waren 120 US-Dollar mehr als noch im Februar. Die höchsten Preissteigerungen wurden bei Phosphatdüngern verzeichnet, während sich die Kalipreise vergleichsweise stabil entwickelten.

Handelsstörungen belasten den Markt

Als Hauptursache nennt die FAO die seit Ende Februar gestörten Transporte durch die Straße von Hormus. Die Golfstaaten zählen zu den wichtigsten Produzenten und Exporteuren von Düngemitteln weltweit.

Zwischen Januar und April 2026 sank das weltweit gehandelte Düngervolumen von 58 Mio. t im Vorjahreszeitraum auf 41 Mio. t. Der Handelswert ging von 22 Mrd. auf 18 Mrd. US-Dollar zurück. Zusätzlich verschärften Exportbeschränkungen unter anderem in China, Russland, der Türkei und Ägypten die Situation.

Europa produziert weiter

Für die Kampagne 2025/26 war die Versorgung laut FAO noch weitgehend gesichert, da viele Betriebe ihren Bedarf frühzeitig gedeckt hatten. Europäische Stickstoffhersteller waren bislang vor allem von höheren Erdgaspreisen betroffen, hielten ihre Produktion aufgrund positiver Margen aber überwiegend aufrecht.

Die FAO bewertet den Stickstoffmarkt dennoch als anfällig für weitere Störungen rund um die Straße von Hormus und geht davon aus, dass Dünger auf absehbare Zeit teuer bleibt.

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