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Fasten im online Kurs

Fasten Teller
In besonderen Zeiten wie in der Corona-Krise gibt es online Fastenangebote.
Quelle: warut pothikit/shutterstock.com

Die Fastenzeit erinnert uns daran, dass es Zeiten der Fülle und auch jene des Mangels gibt. In Zeiten großer Unsicherheit, wie jetzt mit Corona, ist so ein Innehalten besonders wichtig. Die Fastenzeit kann als Anlass zur Frage an sich selbst verwendet werden: Welche Gewohnheiten will ich überdenken und verändern? Wo fehlt mir oft das rechte Maß? Das beginnende Frühjahr ist dafür die ideale Zeit. Wir sehnen uns nach Leichtigkeit und Entspannung. Die Einsicht, dass ich für mein Inneres selbst verantwortlich bin, kann dazu führen, sich eine Pause, ein Innehalten zu gönnen. Die Fastenzeit ist überschaubar und doch lang genug, um etwas zu verändern. Die dadurch gewonnene mentale Stärke kann wesentlich zur Lebensfreude beitragen.

So fastet man richtig

Will man „richtig“ fasten, also Saftfasten und einige Tage gänzlich auf feste Nahrung verzichten, ist eine entsprechende Anleitung sinnvoll. Vom Beginn des 20. Jahrhunderts stammt das Zitat des Fastenarztes Dr. Buchinger: „Üben des Meidens nimmt Quellen des Leidens“.
Im Fasten schaltet der Mensch von der äußeren auf die innere Ernährung um. Das hat zur Folge, dass er aus dem Außer-sich-Sein zur Mitte seiner selbst geführt wird und zur Ruhe finden kann. Mit anderen Worten: Die Umschaltung erleichtert die Selbstfindung. Hier liegt die Chance des Fastens. Fastend legen wir die vielen Ersatzbefriedigungen aus der Hand, die uns oft genug betäuben und blind machen. Beim Fasten existiere ich buchstäblich „aus mir heraus“. Das hat eine gemütsaufhellenden Wirkung, es verändert, macht weicher, sensibler. Eine Teilnehmerin hat es einmal so ausgedrückt: „Mein Kind hatte gesagt, Mama, wann fastest du wieder? Du bist so lieb, wenn du fastest.“ Das habe ihr sehr zu denken gegeben.

Eine spezielle Form ist das Basenfasten, wo sämtliche säurebildenden Nahrungsmittel weggelassen werden. Das führt nicht so sehr in die Tiefe und hat besonders die Lebensstiländerung im Focus.

Fasten in Zeiten von Corona

Menschen, die im Alltag fasten wollen, treffen sich mehrmals zu Information und Austausch. Sobald sich jemand entschlossen hat, mitzumachen, ist es nicht mehr schwer. Unverzichtbar dazu ist die innere Einstellung, der klare Entschluss, das „Ja, ich will!“. Fasten ist ein „wieder-hören-lernen“ auf die innere Sprache des Körpers, der Gefühle und der Seele. Wichtig ist es, sich dazu die Zeit zu geben, damit der Verzicht auch wirklich belohnt wird: mit frischer Energie, innerer Ausgeglichenheit, Ruhe und Lebensfreude.

Die physischen Treffen sind in der Corona-Pandemie jedoch nicht möglich. Doch die neuen Medien ermöglichen einen Austausch online. Sie müssen also nirgends hinfahren, sondern bleiben in Ihrem Umfeld. Fastenbegleiterin Marianne Schindlecker bietet dazu verschiedene Arten des Fastens an und begleitet online. Mehr Informationen unter www.mschindlecker.at

 

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