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Die konventionelle Schweinehaltung in Österreich steht seit Jahren unter Druck. Hohe Tierwohlanforderungen, unsichere rechtliche Rahmenbedingungen und eine geringe Zahlungsbereitschaft der Konsumenten treffen auf Betriebe, die vorwiegend in über Generationen gewachsenen Stallanlagen wirtschaften. Neubauten sind für viele Landwirte nicht umsetzbar – mitunter finanziell, aber auch häufig genehmigungsrechtlich. Vor diesem Hintergrund wurde das Forschungsprojekt IBeSt (Innovationen für bestehende Aufzucht- und Mastställe für Schweine in Österreich – zum Wohl von Tier und Mensch) ins Leben gerufen. Erklärtes Ziel war es, praktikable Umbaulösungen in bestehenden Ställen zu entwickeln, die einerseits Verbesserungen für das Tierwohl bringen und andererseits Aspekte der Ökonomie, Arbeitswirtschaft und Umwelt entsprechend berücksichtigen. Als absolute Besonderheit standen in diesem Projekt auch die Schweinebauern selbst, als Menschen und Teil der Gesellschaft, im Fokus.
LANDWIRT Serie: IBeSt-Projekt
- Teil 1: Hintergrund und Praxiserfahrungen
- Teil 2: Auswirkungen des Umbaus auf die Tierhalter
- Teil 3: Auswirkungen auf das Tier
- Teil 4: Ökonomie und Arbeitswirtschaft
- Teil 5: Stallklima und Umweltwirkung
Den Anstoß für das Projekt gaben 2019 die „Jungen Veredler“ der Schweinehaltung Österreich (Plattform zur Vernetzung junger Schweinebäuerinnen und -bauern, Dachverband der bäuerlichen Erzeugerorganisationen). Sie haben gemeinsam mit Forschungseinrichtungen (HBLFA Raumberg-Gumpenstein, Universität für Bodenkultur Wien, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik), Landwirtschaftskammern und der Stallbaubranche Ende 2021 das Projekt IBeSt ins Leben gerufen. Gefördert vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft und den Bundesländern lief das Projekt bis Dezember 2025.
IBeSt war ursprünglich als eine freiwillige Brancheninitiative geplant, um neue Förderoptionen auszuloten. Man geriet jedoch in eine politisch bewegte Phase, die durch Reformen des Tierschutzgesetzes und neue Übergangsfristen gekennzeichnet war. Dabei war das Projekt im Rahmen politischer Verhandlungen in aller Munde. Die Ergebnisse liegen seit Dezember 2025 vor.
Info

Hier können Sie den Erfahrungskatalog, der im Rahmen des IBeSt-Projekts erstellt wurde, herunterladen:
Die Praxisbetriebe
Im Zentrum des Projekts standen 15 Praxisbetriebe aus Oberösterreich, Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten sowie der Forschungsstall für Mastschweine an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein. In der Ferkelaufzucht und Schweinemast wurden mehrere Buchten umgebaut. Folgende Aspekte haben die teilnehmenden Betriebe in Form von ganz individuellen Maßnahmenpaketen umgesetzt:
Was der Artikel noch bereithält:
- Das IBeSt-Projekt und die umgesetzten Maßnahmen auf den Praxisbetrieben
- Für Akzeptanz und Praxistauglichkeit: Landwirte und Forscher arbeiten zusammen
- Warum die Schweinehaltung in Zukunft „bunter“ wird.
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