Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra treibt seine strategische Neuausrichtung voran. Wie die Genossenschaft mitteilte, wurde mit dem weltgrößten Molkereiunternehmen Lactalis eine Einigung über den Verkauf des globalen Endkundengeschäfts sowie der damit verbundenen Aktivitäten erzielt. Der Kaufpreis beträgt 3,845 Mrd. US-Dollar (rund 3,288 Mrd. Euro).
Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der Mitglieder sowie behördlicher Genehmigungen in mehreren Ländern, darunter Neuseeland, Australien, Kuwait, Neukaledonien und Saudi-Arabien. Über die Zustimmung sollen die Mitglieder in einer außerordentlichen Sitzung Ende Oktober oder Anfang November entscheiden.
Einnahmen rasch an Mitglieder ausschütten
Vorgesehen ist, dass Fonterra die veräußerten Geschäftsbereiche weiterhin mit Rohmilch, Molkereizutaten und weiteren Produkten beliefert. Damit soll auch künftig Milch neuseeländischer Bauern in Marken wie Anchor und Mainland verarbeitet werden.
Laut Fonterra-Vorsitzendem Peter McBride habe man in den vergangenen 15 Monaten sowohl einen Verkauf als auch einen Börsengang (IPO) intensiv geprüft. Ausschlaggebend für die gewählte Lösung seien der attraktive Preis sowie die Möglichkeit gewesen, die Einnahmen rasch an die Mitglieder ausschütten zu können. AgE

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