Themen3, 4, 5, Brot, Groschen, Jersey, Kanne, Milch, Schwarzbunte Milchgeld, TeuerUmrechnungsfaktor für Milch wird angepasst

Umrechnungsfaktor für Milch wird angepasst

Startseite Landwirt Forum Allgemeines – LANDWIRT Forum Umrechnungsfaktor für Milch wird angepasst

Ansicht von 6 Beiträgen - 1 bis 6 (von insgesamt 6)
  • Autor
    Beiträge
  • #115350
    Karin Ch. Taferner Teilnehmer

    Hallo liebe Milchbauern!

     

    Am 6. April erreichte uns die Meldung, dass der Umrechnungsfaktor für Milch in Österreich von bisher 1,025 auf 1,03 per 1.1.2022 angehoben wird. Damit entspricht 1 Liter Milch nun 1,03 kg.

    Was meint ihr dazu: längst überfällig oder eine echte Erfolgsmeldung?

    #115358
    Reinhard Karner Teilnehmer

    Ist ausgezeichnet und sowieso längst überfällig.

    #117372
    Paul Steinkellner Teilnehmer

    Warum eigentlich, ist die Milch jetzt schwerer geworden? Aber ist sicher angenehm für uns Milchbauern.

    #117374
    Jens Reinhardt Teilnehmer

    Im Mittelalter gab es in unserer Gegend Nahrungsverknappung und dadurch eintretende Teuerung. Anschließend gab es Streit darüber, ob man das Brot teurer machen soll, oder ob man stattdessen kleinere Brote backen müsse, da das Brot pro Stück nicht mehr als 3 Groschen kosten dürfe, damit die arme Bevölkerung keinen Aufstand anzettelt.

    Im Grunde ändert sich doch gar nichts. Ob die Milch nun in kg, Pfund, Tonnen oder Milchkannen umgerechnet wird, spätestens bei der nächsten Milchgeldabrechnung wird der Preis um den selben Faktor abgesenkt bzw. weniger angehoben.

    #117375
    Jens Reinhardt Teilnehmer

    Wieso wird die Milch überhaupt pro kg bezahlt? Das Milchauto hat doch ein Mengenzählwerk und misst die Milch in Liter. Sie wird doch nicht gewogen. Da könnte man sie doch auch pro Liter bezahlen. (mit Korrektur des Volumens wegen Temperatur)

    Es kann auch nicht sein, dass jeder Liter 1,03 kg wiegt.

    Fett schwimmt oben, und ist demzufolge leichter als Milch.

    Dann müsste die Milch von Jerseykühen (6% Fett) leichter sein als die Milch von Schwarzbunten (3,7 bis 4 % Fett). Dann stimmt der Umrechnungsfaktor ja gar nicht.

    Aber Liter bleibt Liter.

    #117493
    Karin Ch. Taferner Teilnehmer

    Nein, sie ist nicht schwerer geworden – aber die Erklärung in der Presseaussendung vom Parlamentsklub der ÖVP lautet wie folgt:

    “Ein Liter Milch wiegt aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe wie Fett, Eiweiß, Laktose, Mineralien und Vitaminen mehr als ein Kilogramm. Zu Beginn der 1980er fand die Milchabholung mittels Saugrüssel in wesentlich kleineren Mengen statt. Durch den damit verbundenen höheren Lufteinschlag war ein Umrechnungsfaktor von 1,025 durchaus angemessen. Durch die heute üblichen größeren Mengen und moderneren Methoden ist der Faktor von 1,03, der auch eher dem Wert der Dichte von Milch entspricht, praxisgerecht. In der im März veröffentlichten Novelle der Erzeugerrahmenbedingungen-Verordnung wurde nun festgelegt, dass der Faktor ab 1. Jänner 2022 auf 1,03 Kilo pro Liter angehoben wird.”

    In Deutschland gilt 1,03 bereits ab Sommer 2021. Manche Molkereien haben schon freiwillig vorab auf diesen Umrechungsfaktor umgestellt, der gesetzlich in Deutschland noch bei 1,02 liegt.

    Näheres dazu unter https://landwirt-media.com/umrechnungsfaktor-fuer-milch-angepasst/

Ansicht von 6 Beiträgen - 1 bis 6 (von insgesamt 6)
  • Sei müssen angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.