AlmwirtschaftFrau stirbt nach Kuhattacke in Tirol, Ehemann verletzt

Frau stirbt nach Kuhattacke in Tirol, Ehemann verletzt

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Die Gefahr, die von weidenden Rindern ausgehen kann, wird oft unterschätzt.
Quelle: pixabay.com

Die Almsaison hat gerade erst begonnen und schon ist ein Menschenleben zu beklagen: Am Sonntag den 17. Mai 2026 kam es in der Gemeinde Oberlienz zu einem tödlichen Unfall.

Laut Exekutive war das Ehepaar in einem ausgeschilderten Weidegebiet unterwegs. Dort wurde es von einer Kuhherde attackiert. „Im Weidegebiet befanden sich eine mittlere, zweistellige Anzahl von Kühen eines Zusammenschlusses aus Bauern in der Umgebung“, meldet die Polizei am Tag des Unfalls.

Die 67-jährige Frau erlag noch vor Ort ihren Verletzungen. Ihr 65-jähriger Ehemann wurde schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik nach Innsbruck geflogen.

Der Unfallhergang ist derzeit noch Gegenstand laufender Erhebungen.

Kuh-Urteil

Nach einer tödlichen Kuhattacke 2014 in Tirol fasste der Oberste Gerichtshof (OGH) ein grundlegendes Urteil und sprach den Hinterbliebenen Schadenersatz und Renten zu. Allerdings hielten die Höchstrichter auch fest, dass nicht alle Alm-Weideflächen eingezäunt bzw. die Tiere von den Almbesuchern abgetrennt werden müssen. Dies sei nur bei bekannt auffälligen Rindern bzw. bei wiederholten Zwischenfällen mit diesen Tieren der Fall. Wanderer, die sich mit Hunden auf eine Alm begeben und sich den Tieren nähern, haben eine Mitschuld an ihren Verletzungen, so der OGH zu dem Fall in Tirol.

In der Folge wurde die Tierhalterhaftung im Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) entsprechend angepasst sowie Verhaltens- und Sicherheitsregeln für Almbesucher abgefasst.

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