MarktMilchmarktFusion zwischen Salzburg Milch und Pinzgau Milch ist fix

Fusion zwischen Salzburg Milch und Pinzgau Milch ist fix

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Die Behörden genehmigten die Zusammenführung. Im Bild links: Markus Buchmayr (Geschäftsführer Pinzgau Milch) und Andreas Gasteiger (Geschäftsführer Salzburg Milch).
Quelle: SalzburgMilch/Schwap

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) gab für den Zusammenschluss der beiden Molkereien grünes Licht. Im Vorfeld wurden 1.100 Betriebe dazu befragt.

Die Salzburg Milch beabsichtigt ihre Beteiligung an der Pinzgau Milch schrittweise von zunächst 40 % auf 89,9 % zu erhöhen. Im Rahmen des BWB-Prüfverfahrens wurden die vom Zusammenschluss betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe, Molkereien und Rohmilcherfasser sowie der Lebensmitteleinzelhandel detailliert befragt und Experteninterviews durchgeführt, um deren Marktkenntnis für die Prognose der Auswirkungen des Zusammenschlusses direkt zu berücksichtigen, wie die Behörde mitteilt. Die BWB sieht durch den Zusammenschluss weder eine Entstehung oder Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung noch eine sonstige Behinderung für einen wirksamen Wettbewerb.

Vertriebsschienen mit ausreichend starkem Wettbewerb

Auf den Absatzmärkten für Milchprodukte vertreiben sowohl die Salzburg Milch als auch die Pinzgau Milch Eigenmarken und Handelsmarken, darunter Trinkmilch, Jogurt, Fruchtjoghurt und diverse Käsesorten. Wesentliche Vertriebskanäle sind einerseits der Lebensmitteleinzelhandel als starke Marktgegenseite am österreichischen Markt und andererseits ein relevanter Exportanteil. Die Prüfung der BWB zeigt, dass das fusionierte Unternehmen auf beiden Vertriebsschienen einem ausreichend starken Wettbewerb ausgesetzt ist.

1.100 Betriebe befragt

Aufgrund der starken Marktstellung der beteiligten Unternehmen bei der Erfassung von Rohmilch im Bundesland Salzburg wurde ein besonderes Augenmerk auf die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe gelegt. Die BWB schickte Auskunftsverlangen an 1.100 landwirtschaftliche Betriebe. Rund 700 aktive Salzburger Landwirte beantworteten die Fragen der BWB (Rücklaufquote 64 %). Die Mehrheit der Rückmeldungen bewertet die Auswirkungen des geplanten Zusammenschlusses auf den eigenen Betrieb als neutral bis positiv. Diese Sichtweise gründet unter anderem auf erwarteten Kosteneinsparungen und verbesserten Möglichkeiten der Produktvermarktung, von denen sich die landwirtschaftliche Betriebe Vorteile erwarten. Ein direkter Wettbewerb um die Rohmilcherfassung zwischen den Fusionswerbern fand in den vergangenen Jahren lediglich in sehr geringem Ausmaß statt.

Das fusionierte Unternehmen wird zu 90 % im Eigentum der fusionierten Genossenschaft aus Salzburger Alpenmilch Genossenschaft und Pinzgau Milch registrierte Milchliefer- und Besitzgenossenschaft und damit im Eigentum der Landwirte selbst stehen.

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