Kälberflechte (Trychophytie) zeigt sich bei Kälbern und Jungrindern oft in Form rundlich-ovaler schorfiger und später haarloser Stellen um die Augen, Ohren oder am Hals; mit fortschreitender Infektion werden diese haarlosen Stellen größer. Die Stellen sind mit einem typischen grau-braunen Belag bedeckt. Nur in Ausnahmefällen nässen sie oder bluten. Bei Kälberflechte handelt es sich um eine Pilzkrankheit. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt der Tiere. Im Sommer können Fliegen den Erreger von Tier zu Tier tragen. Der Erreger ist in den meisten Fällen bereits im Stall vorhanden oder wird über zugekaufte Tiere eingeschleppt.
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Nach einigen Monaten gehen die haarlosen Stellen in der Regel langsam zurück. Bei älteren Tieren bildet sich zunehmend eine Resistenz gegen Kälberflechte, weshalb die Krankheit vor allem im Kälberstall ein Problem darstellt. Besonders tückisch: Kälberflechte ist eine Zoonose, es besteht also Ansteckungsgefahr für den Landwirt. Beim Umgang mit erkrankten Kälbern ist Hygiene daher wichtig. Tragen Sie Gummihandschuhe. Waschen Sie sich Hände und Arme jedes Mal gründlich mit Seife ab, nachdem Sie in Kontakt mit den Tieren waren. Bedenken Sie, dass sich der Erreger auch über Nuckeleimer oder Kälberdecken im Stall verbreiten kann.
Was dieser Artikel noch bereithält:
- Bauliche Maßnahmen
- Ektoparasiten bei Kälbern
- Gängige Hausmittel gegen Kälberflechte

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