DirektvermarktungGemeinsam arbeiten trägt Früchte

Gemeinsam arbeiten trägt Früchte

Solawi Solidarische Landwirtschaft
Zusammen arbeiten – das wird bei einer Solawi groß geschrieben.
Quelle: Numßen

Der Solawi-Betrieb von Klaus Vochezer und Marion Stadler in Baldenhofen verfügt über rund 2,5 Hektar. Davon nutzen sie 0,75 Hektar als Gemüse-Anbaufläche. Klaus Vochezer: „Das Interesse an der kleinbäuerlichen Landwirtschaft ist groß. Als wir im Herbst 2017 eine Infoveranstaltung über die Solawi organisiert haben, kamen um die 100 Leute. Mit 45 Solawi-Mitgliedern, also 45 Ernte-Teilen, sind wir dann 2018 gestartet.“

Solawi-Mitglieder sind Ernte-Teiler

Was genau ist mit Ernte-Teil gemeint? „Der Ernte-Teil ergibt sich aus der Bieterrunde, die einmal im Jahr im Herbst für alle Mitglieder stattfindet. Bei diesem Treffen stehen die Ausgaben für das kommende Jahr bereits fest. Jeder Ernte-Teiler, also jedes Solawi-Mitglied, gibt anonym auf einem Zettel an, wieviel Geld es in der kommenden Saison pro Monat bezahlen möchte.“ Dabei bietet der eine vielleicht 40 Euro und ein anderer 70 Euro für einen Ernte-Teil pro Monat. Die Zahlen werden ausgewertet und auf das Jahr hochgerechnet. Sind die voraussichtlichen Ausgaben gedeckt, muss nicht mehr nachgeboten werden. „Kommt das Budget nicht zusammen, gibt es eine neue Bieterrunde – so lange, bis die Ausgaben finanziert sind.“

Jeder zahlt das, was er kann

Jedes Mitglied überweist dann den von ihm gebotenen Betrag pro Monat. Marion Stadler: „2018 kostete der Ernte-Teil durchschnittlich 50 Euro im Monat. 2021 liegt der monatliche Durchschnitts-Wert bei 70 Euro.“ Inzwischen gibt es 60 Ernte-Teiler auf der Solawi-Baldenhofen. „Sie sichern sich damit nicht nur ihren Ernte-Teil, sie unterstützen auch unsere Form der Landwirtschaft – die schonende Bodenbearbeitung, die Artenvielfalt, den Erhalt der Hofgebäude etc.“

Gut organisiert und trotzdem freiwillig

Die Mithilfe auf Feld und Hof ist freiwillig. Einmal im Monat verschicken Marion und Klaus per Mail einen Hofbrief.

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