Täglich werden in Österreich rund 2,5 Mio. Mahlzeiten in Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Betriebskantinen ausgegeben. Laut dem Aktionsplan „Nachhaltige Beschaffung“ soll der Bio-Anteil in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung bis 2030 auf 55 % steigen. Gleichzeitig empfehlen die seit 2024 geltenden Ernährungsempfehlungen einen höheren Anteil pflanzlicher und einen geringeren Anteil tierischer Lebensmittel.
Für die Landwirtschaft kann die steigende Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln aus Großküchen neue Absatzmöglichkeiten schaffen. Eine Umstellung öffentlicher Einrichtungen auf Bio-Produkte gilt als wichtiges Signal für heimische Betriebe und deren Planungssicherheit. Dieses Zusammenspiel zwischen Landwirtschaft und Gemeinschaftsverpflegung zog sich als zentrales Thema durch die Veranstaltung.
Bewusstsein stärken mit Gemeinschaftsverpflegung
Andrea Vaz-König vom Verein Zukunft Essen betonte in ihrer Keynote die Bedeutung der Gemeinschaftsverpflegung für die Ernährungsbildung. Sie könne dazu beitragen, das Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Gesundheit, Landwirtschaft und Umwelt zu stärken.

Das Symposium umfasste Fachvorträge, Praxisberichte, Podiumsdiskussionen und Workshops. Behandelt wurden unter anderem nachhaltige Ernährungssysteme, die Kommunikation von Bio-Angeboten, moderne Küchenpraxis sowie Veränderungsprozesse in Großküchen. Marktstände regionaler Bio-Betriebe boten zudem Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Bio Austria unterstützt Einrichtungen bei der Umstellung auf Bio-Lebensmittel und sieht sich als Bindeglied zwischen Landwirtschaft, Gemeinschaftsverpflegung und Politik. Das Symposium zeigte, dass zahlreiche Einrichtungen bereits Schritte in Richtung einer nachhaltigeren Verpflegung gesetzt haben.

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