AckerbauGetreideGeringere Ernte durch teure Dünger in der Ukraine erwartet

Geringere Ernte durch teure Dünger in der Ukraine erwartet

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Quelle: Böck

Der Ukrainische Agrarrat (UAC) warnt vor den Auswirkungen der stark gestiegenen Düngemittelpreise im eigenen Land. Derzeit würden auf den landwirtschaftlichen Betrieben alle finanziellen Ressourcen für die anstehende Aussaatkampagne verwendet, erklärte der stellvertretende UAC-Vorsitzende Denys Marchuk. Daher sei fraglich, ob diese Flächen anschließend auch ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden könnten.

Angesichts der Ungewissheit über die weitere Entwicklung der Erzeugerpreise für Getreide und Getreide und Ölsaaten scheuten nämlich viele Betriebe, in teure Düngemittel zu investieren, so der stellvertretende Vorsitzende. Es bestehe durchaus das Risiko, dass die Marktpreise im Sommer unter den Produktionskosten liegen könnten.

Marchuk befürchtet, dass die diesjährige Ernte in der Ukraine wegen der hohen Düngerkosten um mehr als 20% kleiner ausfallen könnte als bislang angenommen; das entspreche Devisenverlusten in einer Größenordnung von 4 bis 5 Mrd. $ (3,5 bis 4,4 Mrd. Euro). Um dies zu verhindern, schlägt er konkrete Vorschläge zur Stabilisierung der Situation vor. So könnte das Hafenwerk zur Düngemittelproduktion in Odessa, das Gas verarbeite, wieder in Betrieb genommen werden. Zudem sollte darüber nachgedacht werden, die Importzölle auf Düngemittel abzusenken, um das Angebot auf dem Markt zu erhöhen.

Marchuk räumte ein, mit solchen Unterstützungsmaßnahmen spät dran zu sein. Dennoch sei es noch nicht zu spät, sie umzusetzen. Ammoniumnitrat und Harnstoff kosten laut UAC in der Ukraine mittlerweile etwa 40.000 UAH (794 Euro) pro Tonne, und die Preise würden absehbar weiter steigen. Aufgrund der komplizierten Logistik und der Importzölle sei Dünger in der Ukraine teuer als am Weltmarkt.

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