Mit der ersten Auktion der neuseeländischen Handelsplattform Global-DairyTrade (GDT) im Mai zeigten die Kurse Tendenzen einer Stabilisierung. Gegenüber der letzten Auktion von Ende April kostete eine Mischtonne (Erlös aus Milchfett, Milchpulver und Käse) mit 4.127 USD nur moderat weniger (-0,4%), wie der Verband der Milcherzeuger Bayern am Mittwoch mitteilte.
Positive Entwicklungen unter den mengenmäßig bedeutendsten gehandelten Milchprodukten wie Vollmilchpulver und Magermilchpulver stützten das Gesamtergebnis. Während die Zahl der Bieter wieder zulegen konnte, verlor das Handelsvolumen um 8,3 % auf 13.743 t.
Butterkurs ging zurück
Die seit April rückläufige Entwicklung in der Fettverwertung hatte sich bei Butter beim aktuellen Event fortgesetzt. Die Kurse für Butter verloren um 3,1 % auf 5.525 USD/t und bewegen sich rund 30 % unter dem Niveau des vergangenen Jahres. Wasserfreies Milchfett (Butterschmalz) stabilisierte sich bei 6.461 USD/t, ein Plus von 1,6 % zur vorausgegangenen Auktion. Der Rückstand zum vergleichbaren Vorjahresniveau errechnet sich bei gut 10 %, berichtet Dow Jones News.
Gute Erlöse beim Vollmilchpulver
Eine dynamische Entwicklung verzeichnet hingegen die Eiweißverwertung im internationalen Handel. Die Erlöse für Magermilchpulver sind seit Januar dieses Jahres stetig gestiegen und setzten diesen Trend auch bei der aktuellen Auktion fort. Mit einem Kurs von 3.547 USD/t endete der Handel mit einem Plus von 2,9 % zur letzten Auktion. Seit Jahresbeginn sind die Erlöse für Magermilchpulver um gut 38 % gestiegen und markierten den höchsten Stand seit September 2022. Die Verkaufspreise für Vollmilchpulver behaupteten sich und hatten mit 3.741 USD um 2,0 % mehr erlöst als im April. Im Vergleich zum Vorjahr werden die Kurse weiterhin verfehlt und lagen 14,5 % zurück.
Buttermilchpulver, das nur immer bei der ersten Auktion eines Monats gehandelt wird, legte gegenüber April um 9,0 % auf 3.467 USD/t zu. Mozzarella erlöste mit 4.010 USD gut 4,2 % mehr als bei der vergangenen Auktion. Der Handel mit Cheddar hatte in den vergangenen Monaten keine klare Richtung eingenommen. Nach einer Stabilisierung Ende April folgte nun wieder eine rückläufige Entwicklung. Mit einem Schlusskurs von 4.611 USD/t verlor Cheddar um 3,9 % und unterschreitet auch das Vorjahresergebnis um 16,5 %.

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