Die Auszeichnung würdigt die konsequente Verankerung von Green Care in der Ausbildung zur Facharbeiterin bzw. zum Facharbeiter für ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement. Am schuleigenen Betrieb entwickeln Schüler praxisnahe Bildungs- und Erlebnisangebote für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Aktivitäten wie Kräutersammeln, handwerkliche Projekte oder gemeinsame Backnachmittage fördern soziale Kompetenzen und machen den Bauernhof zum Lern- und Begegnungsraum.
Zukunft für landwirtschaftliche Betriebe
Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer betonte die Rolle landwirtschaftlicher Fachschulen als Zukunftswerkstätten für starke Regionen und soziale Ankerpunkte im ländlichen Raum. Andreas Steinegger, Präsident der Landwirtschaftskammer Steiermark, hob hervor, dass Diversifizierung und innovative Angebote wie Green Care neue Einkommensmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe eröffnen.
Auch aus bildungspolitischer Sicht gewinnt der Ansatz an Bedeutung: Schulinspektorin Barbara Ernst-Schnitzer sieht in der Verbindung von sozialer Qualifikation und bäuerlicher Praxis eine zeitgemäße Erweiterung der Agrarausbildung. Für Günther Mayerl von der Green Care Entwicklungs- und Beratungs-GmbH ist die Zertifizierung ein Signal für die Weiterentwicklung sozialer Landwirtschaft in Österreich.
Das Zentrum in Hafendorf ist die erste Green Care-zertifizierte landwirtschaftliche Fachschule in der Steiermark. Österreichweit existieren nun sechs zertifizierte Einrichtungen, darunter die Fachschulen Edelhof, Gießhübl, Hollabrunn, Mistelbach und Warth.
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