Das Landwirtschaftsministerium Spaniens, teilte am Freitag, 28. November 2025 mit, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Bellaterra im Großraum Barcelona nachgewiesen wurde. Betroffen sind zwei getrennt voneinander aufgefundene Wildschweinkadaver. Sperrzonen wurden eingerichtet, die Suche und Beseitigung von weiteren Wildschweinkadavern begonnen und ein lokales Jagdverbot wurde auferlegt. Außerdem wurde eine Überwachungszone im Radius von 20 km eingerichtet, dort gelten verschärfte Auflagen für landwirtschaftliche Betriebe.
Erster Ausbruch seit 1994
Das Ministerium gibt an, dass es der erste ASP-Ausbruch seit 1994 in Spanien ist. Wie sich der Nachweis auf das Auslandsgeschäft mit Schweinefleisch auswirkt bleibt abzuwarten. Die Exporte nach China dürften nicht zurückgehen, hatte doch erst vor wenigen Wochen die spanischen Regierung mit Peking ein Regionalisierungsabkommen abgeschlossen. Daher dürften nur Lieferungen aus direkt betroffenen Gebieten nicht exportiert werden, der Rest schon. Spanien hatte 2024 laut dem Ministerium 540.000 t Schweinefleisch im Wert von mehr als 1 Mrd. Euro an China verkauft.
Interporc gelassen
Der Branchenverband Interporc zeigt sich gelassen. Da die Seuche in einem frühen Ausbreitungsstadium gefunden wurde, ist Interporc von dem „überragende“ Niveau der veterinärmedizinischen Überwachung überzeugt. Für die Reaktion der zuständigen Behörden gab es Lob von Interporc. Auch gut gewappnet sieht Interporc die Betriebe: Die Mäster hätten hohe Biosicherheitsvorgaben auf Grundlage einer strikten Gesetzgebung zu erfüllen. Zunehmen dürfte die Nervosität derweil in Frankreich. Die infizierten Schwarzkittel wurden nur knapp 94 km von der Grenze entfernt gefunden. AgE
Kommentare