Liebe Leserin, lieber Leser,
der Ruf von Gülle, Mist und Jauche ist nicht der Beste. Leider fallen Begriffe wie Gewässerverschmutzung, Massentierhaltung und Klimawandel in der öffentlichen Diskussion um Wirtschaftsdünger viel häufiger als Bodenfruchtbarkeit, Kreislaufwirtschaft und ein verbessertes Bodenleben.
Wir sehen in Wirtschaftsdüngern jedenfalls ein wertvolles und natürliches Gut, das es zu nutzen gilt. Deshalb widmen wir gleich 30 Seiten in dieser Doppelausgabe unserem diesjährigen Schwerpunkt „Gülle, Mist und Jauche“. Wir beleuchten unter anderem den Wert dieser Dünger, die Sicherheit bei ihrer Lagerung und was in der Gesetzgebung auf Landwirte zukommt. Außerdem werfen wir einen Blick in den Rinderstall, wo die Wahl des richtigen Entmistungssystems über Hygiene und Arbeitswirtschaft entscheidet, sowie in den Schweinestall, wo technische und fütterungsbedingte Maßnahmen helfen, Emissionen zu senken.
Dass es sich lohnen kann, über Mist oder Gülle intensiver nachzudenken, zeigen unsere drei Praxisbeispiele: Stephanie und Michael Hasenburger haben mit ihren Alpakas ein zusätzliches Standbein aufgebaut und vermarkten den Kot der Tiere als hochwertige Pellets. Markus und Gregor Huber modernisierten ihr fast 30 Jahre altes Güllefass und sparten damit viel Geld gegenüber einem Neukauf. Und Schweinehalter Johann Oberhummer zeigt, wie gut Ackerbau ohne Mineraldünger funktionieren kann.
Die nächste LANDWIRT Print-Ausgabe erscheint am 1. August. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine interessante Lektüre und viele Anregungen für die Praxis.
Ihre Reinhild Jäger
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