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Güllefass repariert und modernisiert

Erschienen in: LANDWIRT 13-14/2026

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Aus alt mach besser: Markus und Gregor Huber rüsteten ihr 28 Jahre altes Güllefass selbst auf und sparten dabei rund zwei Drittel der Kosten eines vergleichbaren Neukaufs.
Quelle: Paar

Wer Technikkosten sparen will, muss nicht immer auf moderne Technik verzichten. Das beweisen Markus und Gregor Huber aus dem steirischen Wörschach. Die Brüder verwandelten ein 28 Jahre altes Güllefass in Eigenregie in ein modernes Fass nach heutigen Standards. Das Projekt zeigt, wie viel Potenzial in gut erhaltener Alttechnik steckt, wenn technisches Know-how und praktische Erfahrung zusammenkommen.

Markus (links) und Gregor Huber aus dem steirischen Wörschach vor ihrem selbst reparierten und modernisierten Güllefass.
Quelle: Paar

Implodierter Fasskörper

Ausgangspunkt war ein 10-m³-Tandemfass von Kotte, das trotz seines Alters technisch noch immer überzeugte. Landwirt Markus Huber erinnert sich: „Ich war mit dem Fass immer zufrieden. Es hatte große Reifen, eine Reifendruckregelanlage, bodennahe Ausbringtechnik mit Schleppschlauchverteiler und einen Drop-Stop.“

Das Problem lag nicht an der Technik, sondern am Fasskörper selbst. Nach fast drei Jahrzehnten Einsatz war dieser verschlissen und zog sich bereits sichtbar zusammen.

Die eingeholten Angebote für einen Neukauf sorgten für Ernüchterung. Ein vergleichbares Gebrauchtes war am Markt auch nicht verfügbar. „Für unsere Hanglagen braucht es ein 10-Kubikmeter-Fass. Die Angebote lagen aber weit über dem, was für uns wirtschaftlich sinnvoll gewesen wäre“, erzählt Markus. Im Gespräch mit seinem Bruder Gegor wurde ihm bewusst: „Viele Komponenten des alten Fasses waren in einem ausgezeichneten Zustand.“

Steckbrief – Kotte Güllefass alt
Quelle: Paar

 

Neuer Fasskörper von Pühringer

Da Kotte für dieses alte Fass ohne technische Zeichnung keinen neuen Behälter liefern konnte, lotete der technische Zeichner und leidenschaftliche Tüftler Gregor die Möglichkeiten eines Nachbaus aus. „Wenn wir ohnehin eine detailgetreue Zeichnung erstellen müssen, dann können wir den Fasskörper auch direkt in Österreich fertigen lassen“, beschreibt er seine Gedanken.

Über die Firma Pühringer fanden die Brüder schließlich einen Hersteller, der einen Rohbehälter samt Deichsel liefern konnte. Von dort an entstand das neue Fass Stück für Stück am Computer und in der Werkstatt.

Was dieser Artikel noch bereit hält:

  • Güllefass modernisieren statt neu kaufen
  • ISOBUS-Steuerung und Untenanhängung
  • Altteile weiterverwenden und Technik verbessern
  • Kostenersparnis beim Güllefass-Umbau
  • Planung vor dem Fassumbau

 

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