Die Alpung von Schafen und Ziegen ist ein wesentlicher Bestandteil der österreichischen Almwirtschaft. Kleine Wiederkäuer leisten einen wichtigen Beitrag zur Offenhaltung der Almflächen, verhindern die Verbuschung und können auch steile und schwer zugängliche Bereiche beweiden, die für Rinder ungeeignet sind. Bewegung, frische Luft und natürliche Futteraufnahme wirken sich positiv auf Gesundheit und Lebensdauer der Tiere aus.
Gleichzeitig sind die Herausforderungen groß. Sie reichen von der guten Vorbereitung über die Sicherung der Weideflächen und den Schutz vor Raubtieren bis hin zum ordnungsgemäßen Melde- und Förderwesen, was die Grundlage für den Erhalt der Fördermittel darstellt. Mehr zum Thema Almauftrieb von Schafen und Ziegen
Hier einige Tipps aus der aktuellen Ausgabe! Bestellen Sie ein gratis Probeheft oder Abo!
Fitte Tiere vor dem Almauftrieb
Nur gesunde, leistungsfähige und gut vorbereitete Tiere sollten auf die Alm gebracht werden. Eine gute Kondition ist Voraussetzung für Tierwohl, wirtschaftlichen Erfolg und eine störungsfreie Weidesaison.
Fütterungsumstellung von Stall auf Weide
Die Fütterungsumstellung von Stall- auf Weidefutter muss schrittweise erfolgen. Eine Übergangsphase mit paralleler Gabe von Raufutter (Heu) verhindert Pansenstörungen wie Übersäuerung, Durchfall oder Blähungen.
Parasitenmanagement vor dem Auftrieb
Ein gezieltes Parasitenmanagement rund drei Wochen vor dem Auftrieb wird empfohlen. Kotproben unterstützen die Wahl des geeigneten Wurmmittels. Auch Räudebehandlungen sind sinnvoll.
Eine korrekte Dosierung der Präparate ist entscheidend, um Resistenzbildung und Behandlungsfehler zu vermeiden.
Klauenpflege vor dem Weidegang
Vor dem Weidegang ist eine gründliche Klauenpflege unerlässlich. Im Stall werden die Klauen weniger abgenutzt als auf der Alm. Nur Tiere mit gesunden und gepflegten Klauen sollten aufgetrieben werden, da sie auf der Alm weite Strecken zurücklegen.
Schur rechtzeitig einplanen
Eine fachgerechte Schur sollte eineinhalb bis zwei Monate vor dem Auftrieb erfolgen. Da die Wolle Schutz vor Witterung bietet, muss ausreichend Zeit für das Nachwachsen einer schützenden Wollschicht bis zum Almauftrieb eingeplant werden.
Regelmäßige Kontrolle während der Weidezeit
Auch während der Weidezeit sind regelmäßige Kontrollen, eine gesicherte Wasserversorgung sowie die Bereitstellung von Salz und Mineralstoffen notwendig.
Kommentare