Das Fressgitter im Tiefstreustall hat Friedemann Zoller schon einmal um 10 cm nach oben geschraubt. Über die Jahre wurden seine mittelrahmigen Angus-Rinder durch gezielte Zucht etwas größer. „Dadurch haben wir inzwischen 50 bis 60 Kilo Schlachtgewicht mehr. Das macht auch finanziell einiges aus“, sagt der Landwirt aus Schechingen im Ostalbkreis von Baden-Württemberg.
380 kg Schlachtgewicht erreichen seine männlichen Rinder mit 18 Monaten. Insgesamt hält Zoller etwa 40 Mutterkühe. Früher waren es etwas mehr. Aber Zoller ist 59 Jahre alt. Seine Kinder studieren, ein Hofnachfolger ist nicht in Sicht. Deshalb lassen er und seine Frau Heidrun es derzeit etwas ruhiger angehen, wie sie selbst sagen. „Wir müssen niemandem mehr etwas beweisen“, sagt Zoller und lacht.
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Zwei Standorte
Die Mutterkuhhaltung ist schließlich nur eines der Standbeine des Betriebs. Der Landwirt bewirtschaftet an zwei Standorten insgesamt etwa 130 ha. „Wir haben einmal den Standort hier am Zeirenhof und das etwa 20 Kilometer entfernte Hofgut Alfdorf als Pachtbetrieb“, erklärt Zoller.
Etwa 20 der 85 ha Ackerfläche des Betriebs nutzte Zoller bis vor Kurzem zur Saatguterzeugung. Auch das hat er inzwischen eingestellt. Die Saatgutvermehrung sei nur rentabel, wenn man das Saatgut auch selbst aufbereite, abfülle und palettiere, sagt er. Das wiederum sei für seinen Betrieb mittlerweile zu aufwendig. Auf der freigewordenen Fläche baut er nun Marktfrüchte an.
Was dieser Artikel noch bereithält:
- Wie ein Berater den Zuchtfortschritt auf den Hof brachte
- Was bei der Anguszucht Probleme machte
- Warum die Kühe momentan im Stall stehen
- Worauf es für Friedemann Zoller beim Stierkauf ankommt
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