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Rubrik Agrarpolitik und Förderung

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Nur mit Abo: Hans Meister: Mehr Gerechtigkeit statt Schönreden

Die Bauern scheitern nicht an ihrem Fleiß, nicht an ihrem Können. Sie scheitern an der Ungleichheit des Erlaubten, an der nicht vorhandenen Gerechtigkeit der Preise, den unterschiedlichen Bedingungen für Anbau, Tierhaltung und Importe.

Die Dürrehilfe über die Sozialversicherungsbeiträge ist als Gießkannensystem angelegt. Quelle: KI-generiert mit ChatGPT

Reinhild Jäger 3 Min. Lesezeit

Zu den Ungleichheiten hinzu kommt die ungebremste Regulierungswut der EU. Selbst in der heurigen Dürreperiode war es nicht möglich, rechtzeitig Stilllegungsflächen für die Mahd zu genehmigen oder Bio-Höfe konventionelles Futter zukaufen zu lassen. Wen wundert es, wenn mit dieser EU-Landwirtschaftspolitik zwischen 2005 und 2023 5,6 Mio. landwirtschaftliche Betriebe aufgegeben haben. Das bedeutet, in 18 Jahren haben fast 6 Mio. Bauern – das sind immerhin 39 % der Höfe in der EU – das Handtuch geworfen. Agrarpolitik für wen?

Ein aktuelles Beispiel für all das Schönreden ist die „Dürrehilfe“. Da hat sich wieder eine besondere Art von Kompromisspolitik gezeigt. Alle haben etwas bekommen: der Landwirtschaftsminister und die Regierung ihr „Dürrepaket“, die Parteien ein Klimagesetz mit vorgezogener Klimaneutralität bis 2040, die Bauernvertreter Zufriedenheit mit der getroffenen Lösung. Nur: Die Bauern müssen sich ihre Hilfe selbst bezahlen, was aber kein Politiker sagt. Alle – auch die, die keine Dürreschäden haben – bekommen im Gießkannenprinzip eine Beitragsbefreiung für zwei Monate bei der Sozialversicherung.

Was der Artikel noch bereithält

  • Hans Meisters Einschätzung zu: Wie gerecht geht es in der Landwirtschaft zu?

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Kontakt zum Autor

Reinhild Jäger

LANDWIRT Redaktion

Bewirtschaftet einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb in der Obersteiermark mit dem Schwerpunkt Forstwirtschaft. Die Landwirtschaft mit Ackerbau, Pferden und Schafen betreibt sie biologisch. Bereits während und nach dem Landwirtschaftsstudium an der Universität für Bodenkultur war sie für den LANDWIRT tätig und arbeitete anschließend in einem Ziviltechnikerbüro für Landwirtschaft. Seit 2017 ist sie wieder im LANDWIRT Team und betreut die Rubrik Forst. Seit Juni 2025 ist sie Chefredakteurin.

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