LANDWIRT: Sie sind Geschäftsführer des digitalen Marktplatzes ‚Ja zu nah‘. Worum geht´s?
Waldemar PÖCHHACKER: ‚Ja zu nah‘ ist der einzige regionale Großhändler in Österreich, der die gesamte Lieferkette transparent aufzeigt. Wir kaufen direkt von Landwirten Lebensmittel ein und verkaufen sie an Großküchen. Die Küchenbetreiber kostet die Abwicklung der Bestellung über ‚Ja zu nah‘ nichts, und für weniger als 5 Cent pro Essen können Sie unser Transparenztool ‚Fairdy‘ nutzen. Dabei handelt es sich um einen Code, den der Gast am Tisch oder am Buffet mit seinem Smartphone scannen kann. Darüber erfährt er, von welchen Landwirten die Zutaten seines Gerichts kommen.
Wie fair ist die Beziehung zwischen Gastronomie und Bauern?
Landwirte und Köche sind geprägt von harter Arbeit, unregelmäßigen Arbeitszeiten und wenig Anerkennung. Sie müssten sich zusammentun und erklären, was sie machen und welche Preise sie brauchen, um davon leben zu können. Wenn der Gastronom Lebensmittel aus Holland, Spanien oder Simbabwe einkauft, ist das weder den Bauern noch den Konsumenten gegenüber fair. Fair ist, wenn der Gast erfährt, woher das Steak, der Fisch, die Kartoffeln und die Petersilie auf seinem Teller kommen.

Was der Artikel noch bereithält:
- So steht es um die Transparenz in Großküchen und Restaurants
- Wer blockiert eine EU-weit verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der gesamten Außer-Haus-Verpflegung?
- Das kann jeder einzelne dazu beitragen, um die Gastronomen in die Pflicht zu nehmen.
Kommentare