AckerbauHohe Bio-Maisernte könnte Schweizer Futterpreise erhöhen

Hohe Bio-Maisernte könnte Schweizer Futterpreise erhöhen

Quelle: Agrarfoto

Die Schweizer Biobauern haben 2025 eine sehr gute Ernte eingefahren, insbesondere bei Getreide. Nach Angaben des Dachverbandes Bio Suisse sind die Erträge bei Futtergetreide gegenüber 2024 um 52% gestiegen. Mit 21.400 Tonnen erreichte die Bio-Körnermaisernte einen neuen Rekordwert und übertraf das Vorjahresniveau um 45%. Da diese Erntemenge mehr als 10% über dem Jahresbedarf der Mischfutterhersteller liegt, empfiehlt Bio Suisse Zurückhaltung beim diesjährigen Anbau von Körnermais. Nach Möglichkeit sollten die Landwirte auf Körnerleguminosen wie Soja umsteigen, das als Futtermittel besonders gefragt sei.

Die lizenzierten Bio-Mischfutterhersteller sind in der Schweiz verpflichtet, einen Inlandsanteil einzuhalten und dürfen ihren Bedarf mit importierter Ware nur ergänzen. Wegen des höheren Einsatzes von heimischem Getreide im Mischfutter kündigten die Mischfutterhersteller dem Dachverband zufolge bereits eine Preiserhöhung an. Die Lagerung und das Management der Übermengen stellten eine Herausforderung für die gesamte Branche dar.

Um den Preisanstieg zu dämpfen und die Auswirkungen auf die Tierhalter zu minimieren, hat sich die Bio-Branche laut Bio Suisse darauf geeinigt, die nicht verwendete Übermenge an Körnermais auf die nächste Saison zu übertragen und damit den Inlandsanteil 2025 auf 86% festzulegen. Dem Verband zufolge könnte es Vermarktungseinschränkungen für Umstell-Mais geben. Zudem müsse mit einem Rückbehalt für Knospe-Körnermais gerechnet werden. Dieser diene dazu, eine mögliche Zurückstufung von Überschussmengen zu konventioneller Ware zu finanzieren.

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