Die österreichischen Obstbauern konnten erstmals nach zwei weniger erfolgreichen Jahren wieder eine überdurchschnittliche Ernte bei Kern- und Steinobst einbringen. Laut Statistik Austria lag die Erntemenge im Erwerbsobstbau 2025 mit etwa 238.000 t um 64 % über jener von 2024. Das Zehnjahresmittel wurde um 21 % überschritten. Beim Kernobst wurden laut Statistik Austria etwa 203.400 t geerntet, damit war die Ernte um mehr als 77 % größer als 2024. Der Spitzenreiter dabei waren die Äpfel mit 192.600 t. Der Zuwachs betrug 85 % im Vorjahresvergleich. Obwohl die ertragfähige Fläche hat sich um 148 ha auf 5.828 ha verkleinerte, erhöhte sich der Durchschnittsertrag von 174 auf 338 dt/ha, es verdoppelte sich nahezu. Im Gegensatz dazu lag die Birnenernte mit 10.100 t um 2 % unter dem Vorjahresniveau, das Zehnjahresmittel wurde dennoch mit 19 % deutlich übertroffen.
Mehr Kirschen, Marillen und Beeren geerntet
Beim Steinobst wurde eine Gesamtmenge von 14.900 t geerntet. Das bedeutet ein Plus von 30 % gegenüber 2024, das Zehnjahresmittel wurde um 43 % übertroffen. Die Kirschen- und Sauerkirschenernte wird auf etwa 2.700 t geschätzt. Das sind 10 % mehr als im Vorjahr und 37 % mehr als im Zehnjahresmittelvergleich. Auch bei Marillenernte (Aprikosen) wurde der Vorjahreswert um 52 % übertroffen und lag bei 7.902 t. Das Zehnjahresmittel wurde um 51 % übertroffen. Beim Beerenobst wurden 19.700 t geerntet, das entspricht einem Anstieg von 6 % zum Vorjahr und 11 % gegenüber dem Zehnjahresmittel. Mehr als 70 % davon, 14.100 t fielen auf Erdbeeren. So wurde der Vorjahreswert zwar um 1 % unterboten, aber der Zehnjahresschnitt dennoch um 6 % übertroffen. Auch bei den Kulturheidelbeeren gab es ein Plus von 16 %, die Erntemenge lag bei 2.213 t. AgE
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