LandtechnikAckerbautechnikIm Fahrbericht: Hackgerät Schmotzer Venterra 2K

Im Fahrbericht: Hackgerät Schmotzer Venterra 2K

Die Hackmaschine Venterra 2K ist die erste gemeinsame Entwicklung von Schmotzer und Amazone.
Quelle: Weninger

Schmotzer blickt eigenen Angaben zufolge auf eine rund 100-jährige Erfahrung im Bau von Hackgeräten zurück. Im vergangenen Mai stellte das Unternehmen die neue Hacke Venterra 2K mit ebenfalls neu entwickelten Parallelogrammen vor. Diese bieten laut Schmotzer fast 50 cm Aushubhöhe zwischen der Arbeitstiefeund den Hackscharen, was Hackgänge auch in sehr späten Pflanzenstadien erleichtern soll. Zudem sei sie für große Flächenleistungen konstruiert worden. Die Venterra ist die erste gemeinsame Entwicklung der Schmotzer Hacktechnik GmbH nach der Übernahme durch Amazone in 2019. Umso gespannter waren wir, als wir in der diesjährigen Saison eine Venterra aus der Vorserie für diesen Fahrbericht begleiten konnten. Die Maschine war für 12 Reihen in einem Abstand von 50 cm ausgerüstet. Für die Markteinführung zur Saison 2022 ist die Venterra vorerst mit Arbeitsbreiten von 4,50 bis 6,75 m und mit Reihenweiten von 45, 50 und 75 cm verfügbar. Dann ist auch das bisher bekannte Element KPP mit einer Rahmenhöhe von bis zu einem Meter erhältlich (und heißt dann KPP-M, während das neue Element KPP-L heißt).

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Rahmen von Einzelkorn-Sätechnik

Eines der Entwicklungsziele bei der Venterra war laut Schmotzer, die Standard-Hackmaschine auf die gestiegene Flächenleistung von Hackgeräten sowie die ebenfalls gestiegene Leistung von Pflegetraktoren anzupassen. So baut die Venterra auf der Profilschiene der Einzelkornsämaschine Amazone Precea auf, während die bisherigen Hackgeräte mit der Standard-Schiene von Schmotzer ausgerüstet sind. Dazu kommt ein neu konfigurierter Mittelteil mit zu einander versetzten Klemmschienen. Dies ermöglicht die Klemmung auf Position der Klappstelle. Das Kürzel 2K steht für die zweifache Klappung, also für die beiden Ausleger. Später wird Schmotzer auch eine Venterra 4K anbieten, die 8 bzw. 9 Meter breit sein wird. Diese hat in den beiden Auslegern nochmals je ein Klappgelenk. Unsere voll ausgestattete Venterra war mit einem Satz Stützrädern (die beim Einklappen der Venterra automatisch in Transportposition schwenken) sowie einer mittigen Stabilisierungsscheibe versehen.

Der Parallelverschieberahmen bietet bis zu 64 cm Verschiebeweg.
Quelle: Weninger

Der Rahmen der Venterra ist vollständig pulverbeschichtet, um auch die Lackqualität auf den heutigen Stand zu heben. Sie wird bei BBG Amazone in Leipzig gebaut, weil dort die Entwicklung und die nötigen Kapazitäten vorhanden seien. Laut Schmotzer ist die Venterra nur minimal schwerer als die Standardhacke, weil bei der von uns gefahrenen Arbeitsbreite eine doppelte Profilschiene nötig wäre. So gibt der Hersteller in der gefahrenen Ausstattung ein Leergewicht von knapp 2.000 kg an. Dazu kommen 450 kg des Parallelverschieberahmens AV 5 (und ein nach hinten verlagerter Schwerpunkt). Dieser ist übrigens dafür konzipiert, mittels Fangkupplungen verschiedene Dreipunkt-Hacken aufzunehmen – etwa, um eigene Hackgeräte für Mais, Soja/Rüben oder Getreide einzusetzen. Die Venterra kann ausgeklappt und (mittels Stützen) eingeklappt abgestellt werden. Für den Straßentransport werden alle Parallelogramme angehoben, um eine Transportbreite von 2,95 m einzuhalten. Angebaut wird sie im Dreipunkt der Kategorie III. Was die Hydraulik betrifft, sind zwei Steuergeräte für einen Dauerumlauf mit drucklosem Rücklauf nötig, sowie ein doppeltwirkendes Steuergerät zum Klappen. Den nötigen Strom erhält die Hacke über die Isobus-Steckdose.

Was der Artikel noch bereithält:

  • Werkzeuge, Elektronik, Hubkraft und Ölmenge
  • Praktikerstimmen
  • Weitere Bilder
  • u.v.m.

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