BioBio-GeflügelInduzierte Mauser: Neustart auf Zeit

Induzierte Mauser: Neustart auf Zeit

Erschienen in: LANDWIRT bio 01/2026

So „zerrupft“ wie dieses Huhn sehen gesunde Tiere während der Mauser nicht aus. Normal bleibt immer ein Anteil des Gefieders erhalten.
Quelle: Totokzww/shutterstock.com

Wenn im Herbst die Tage kürzer werden und das Futter proteinärmer, gehen Vögel in der Natur hormonell bedingt in die Mauser. Auch Legehennen haben dies noch tief in ihren Genen verankert. Ohne äußeren Einfluss durch den Menschen verlieren auch sie Federn und Gewicht, stellen das Legen ein und regenerieren zugleich den gesamten Legeapparat.In modernen Haltungssystemen sorgen Lichtprogramme und hochwertiges Futter jedoch dafür, dass es nicht zur Mauser kommt und die Hennen durchgängig Eier legen. Je länger die Legeperiode aber andauert, desto mehr sinkt die Legeleistung ab. Auch die Schalenstabilität leidet.

In der Regel ist deshalb auch auf Bio-Betrieben die Zeit für Hennen nach rund 12 Legemonaten abgelaufen und sie werden ausgestallt. Mehr zum Thema Althennen verwerten

Induzierte Mauser verlängert die Nutzungsdauer

Der frühe Abgang ist nicht nur aus ethischer Sicht eine Herausforderung, der sich vor allem Bio-Landwirte immer wieder konfrontiert sehen. Die Junghennenaufzucht sowie die seit ein paar Jahren verpflichtende Bruderhahnaufzucht in manchen Bio-Verbänden lässt zugleich die Erzeugerkosten ansteigen. Jeder zusätzliche Legemonat einer Althenne kann hier unter Umständen bares Geld sparen.

Was dieser Artikel noch bereit hält:

  • Licht- und Futtersteuerung für die kontrollierte Mauser
  • Gesunde Herde und Stress vermeiden
  • FiBL-Mauserplan
  • Legeleistung senken und Warnsignale beachten

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