Die Marktöffnung Chinas für irisches Rindfleisch war nur von kurzer Dauer. Nachdem das Dubliner Agrarministerium Ende Januar den Ausbruch der Blauzungenkrankheit bestätigt hatte, setzten die Pekinger Behörden die Einfuhr von Rindfleisch aus Irland vorübergehend aus. Landwirtschaftsminister Martin Heydon äußerte sich in heimischen Medien enttäuscht. Er setzt nun auf eine enge Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden, um eine rasche Wiederaufnahme der Lieferungen zu erreichen.
Rückschlag nach jahrelangen Handelshemmnissen
Für Irland kommt der Ausbruch zur Unzeit. Erst Mitte Januar hatte China seinen Markt wieder für irisches Rindfleisch geöffnet. Zuvor waren die Exporte seit September 2024 wegen eines BSE-Falls gestoppt worden. Auch davor war der Zugang nur kurzzeitig möglich gewesen; seit dem Jahr 2000 hatten BSE-bedingt keine regulären Rindfleischexporte nach China stattgefunden.
Nach Angaben des Agrarministeriums in Dublin hat der Ausbruch der Blauzungenkrankheit keine Auswirkungen auf den Export von Fleisch- und Milchprodukten in andere EU-Mitgliedstaaten, nach Großbritannien sowie in die meisten weiteren internationalen Märkte. Heydon betonte zugleich, dass sein Ressort aktiv an der Überarbeitung zahlreicher Handelszertifikate mit Drittländern arbeite, um die Folgen des Seuchengeschehens möglichst gering zu halten.
AgE
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