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Nur mit Abo: Ist Gülleverdünnung praxistauglich?
Über keine andere Düngeregelung wurde in Deutschland so viel diskutiert wie über die Ausnahme von der bodennahen Ausbringung für verdünnte Gülle. Wir haben Landwirte gefragt, wie sie dies auf ihren Betrieben umgesetzt haben − und wann die Verdünnng doch nicht funktioniert.
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Blicken wir ein paar Jahre zurück: Güllefässer mit großen Plakaten am Straßenrand begleiteten viele Besuche von deutschen Agrarpolitikern in ländlichen Regionen. Darauf stand: „Güllewürste? Nein Danke!“ oder „Güllewürste machen Kühe krank“. Das Thema Düngeverordnung, speziell die Pflicht zur bodennahen Ausbringung auf Grünland, bestimmte die politische Diskussion. Kurz bevor die Übergangsfrist der Düngeverordnung in Deutschland auslief, folgte die Rolle rückwärts.
Als erstes Bundesland erkannte Bayern an, dass die Verdünnng von Rindergülle auf maximal 4,6 % Trockensubstanz (TS) eine Alternative zur bodennahen Ausbringung darstellt. Wenig später folgten Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Auch in Österreich wurde die Verdünnng von Rindergülle im Verhältnis 1:1 mit Wasser als anerkannte Methode zur Erfüllung der NEC-Richtlinie zugelassen. Durch die Verdünnng entstehen beim Ausbringen der Gülle mit dem Breitverteiler ähnlich niedrige Emissionen wie bei der bodennahen Ausbringung.
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