LANDWIRT: Wie gelingt es, in Zeiten genomischer Zuchtwerte den Blick für die Kuh als Ganzes zu bewahren?
Jake LOHMÖLLER: In vielen Betrieben stehen heute tatsächlich Zuchtwerte stark im Mittelpunkt. Zahlen sind wichtig, keine Frage. Aber am Ende steht im Stall eine Kuh. Und die muss funktionieren – Tag für Tag, über viele Jahre. Genau da setzt die aAa-Methode an: Wir schauen auf die Form der Tiere, auf die daraus resultierende Funktion – und auf unsere Verantwortung als Züchter gegenüber dem Tier.
Spielt die Rasse bei Ihrer Arbeit eine entscheidende Rolle?
Im Grunde nicht. Unter dem Fell sind Kühe sehr ähnlich gebaut. Ob Fleckvieh, Braunvieh, Holstein oder eine andere Rasse – funktionelle Kühe folgen denselben biologischen Prinzipien. Gut funktionierende Tiere ähneln sich oft stärker, als man denkt.
Was dieser Artikel noch bereit hält:
- aAa-Methode im Zuchtalltag
- Anpaarung nach aAa: Qualitäten gezielt ergänzen
- Ursachen von Schwächen erkennen
[/box>
Kommentare