Zum Inhalt springen

Rubrik Agrarpolitik und Förderung

Anmelden, um diese Funktion zu nutzen.

Mit einem kostenlosen Konto können Sie diese Funktion nutzen und von jedem Gerät auf Ihr Benutzerkonto zugreifen.

oder

Ein Konto ist kostenlos. Für abo-pflichtige Artikel und LANDWIRT KI benötigen Sie zusätzlich ein Abo.

Kommentar Alle Artikel: Kommentar Meinung Alle Artikel: Meinung

Jetzt sind Entscheidungen gefragt

Diskussionen und Kompromisse sind notwendig – nicht nur in der Politik, in Verbänden, am Arbeitsplatz, sondern auch in der Familie.

Artikel vorlesen lassen

0:00 0:00

Reinhild Jäger 1 Min. Lesezeit

Ab einem gewissen Punkt sind aber Entscheidungen gefragt. Diese ständig aufzuschieben, nur um Konflikten aus dem Weg zu gehen, verschafft vielleicht kurzfristig Ruhe, bringt aber sicher keinen Fortschritt.

Die EU hat zum Jahresende hin wieder einmal entschieden, vorläufig nichts zu entscheiden. Nachdem der Geltungsbeginn der Entwaldungsverordnung (EUDR) nach viel Kritik erneut verschoben wurde, hat man auch die Unterschrift unter das Mercosur-Handelsabkommen auf zumindest Mitte Januar 2026 vertagt. Ausschlaggebend hierfür war, dass sich Italien kurzfristig jenen Ländern angeschlossen hat, die bereits seit längerem eine Verschiebung der Ratifizierung fordern: Frankreich, Polen, Ungarn, Österreich und Irland. Gemeinsam verfügen diese Länder über eine Sperrminorität im Rat. Bei einer Abstimmung im Dezember 2025 wäre das Abkommen folglich gescheitert.

Kurios ist dabei: Über das Mercosur-Abkommen wird seit 25 Jahren diskutiert. Nun soll ein Aufschub von nicht einmal einem Monat ausreichen, die „plötzlich“ aufgetretenen Fragen Italiens zum Schutz der landwirtschaftlichen Produktion zu klären.

Das vor uns liegende Jahr wird wieder viele Debatten bringen – in der Familie und am politischen Parkett. Ausschlaggebend wird sein, ob am Ende mehr passiert als ein weiterer Aufschub wichtiger Entscheidungen. Denn eines ist gewiss: Wer gestalten will, muss Schluss machen mit dem ständigen Vertagen.

Ihre Reinhild Jäger

Kontakt zum Autor

Reinhild Jäger

LANDWIRT Redaktion

Bewirtschaftet einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb in der Obersteiermark mit dem Schwerpunkt Forstwirtschaft. Die Landwirtschaft mit Ackerbau, Pferden und Schafen betreibt sie biologisch. Bereits während und nach dem Landwirtschaftsstudium an der Universität für Bodenkultur war sie für den LANDWIRT tätig und arbeitete anschließend in einem Ziviltechnikerbüro für Landwirtschaft. Seit 2017 ist sie wieder im LANDWIRT Team und betreut die Rubrik Forst. Seit Juni 2025 ist sie Chefredakteurin.

Haben Sie eine Frage zum Artikel, einen Hinweis oder einen Themenvorschlag?

Nachricht schreiben Alle Beiträge von Reinhild Jäger

Mehr zu Agrarpolitik und Förderung

Alle Artikel zu Agrarpolitik und Förderung

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte an.

Kommentar schreiben Konto erstellen

Anmelden, um diese Funktion zu nutzen.

Mit einem kostenlosen Konto können Sie diese Funktion nutzen und von jedem Gerät auf Ihr Benutzerkonto zugreifen.

oder

Ein Konto ist kostenlos. Für abo-pflichtige Artikel und LANDWIRT KI benötigen Sie zusätzlich ein Abo.

Nach oben