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Jubiläum: 30 Jahre Schulmilch

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Immer weniger Schüler trinken Schulmilch.
Quelle: Honetz

Seit mittlerweile 30 Jahren sorgen Oberösterreichs Schulmilchbauern mit großem Engagement dafür, dass Kinder und Jugendliche täglich mit frischer, regionaler Schulmilch versorgt werden. Aktuell beliefern 17 Schulmilchbetriebe rund 26.000 Kinder in knapp 500 oberösterreichischen Bildungseinrichtungen. „Die oberösterreichischen Schulmilchbauern sind nicht nur Lieferanten, sondern leidenschaftliche Botschafter der regionalen Landwirtschaft. Es ist ihnen ein großes Anliegen, Kindern zu zeigen, wo ihre Milch herkommt, wie sie verarbeitet wird und welchen Wert regionale Lebensmittel haben“, betont Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ.

Immer weniger Schulmilch

Es ist schade, dass in letzter Zeit einige Schulen und Kindergärten mit der Schulmilchbestellung aufhörten. Waren es vor fünf Jahren noch 700 oberösterreichische Schulen und Kindergärten bzw. 36.000 Kinder, die beliefert wurden, so waren es im letzten Jahr ca. 500 Bildungseinrichtungen mit rund 25.000 Kindern. „Die Schulmilchbauern können entfernter gelegene Schulen aus Kostengründen oft auch nicht mehr beliefern. Wir wünschen uns von den Schulen wieder mehr Bereitschaft, die logistische Abwicklung für dieses hochwertige Produkt zu übernehmen“, betont Waldenberger. Der Erfolg der Schulmilch-Aktion hängt sehr wesentlich von der Einsatzfreude und vom Engagement aller Verantwortlichen ab. Schulleiter, Schulwarte, Schulerhalter, Pädagogen, Eltern und Schulmilchbauern haben die große Verantwortung, unseren Kindern den Bezug von Schulmilch täglich zu ermöglichen. Sie können durch ihre Mithilfe diese Aktion hilfreich unterstützen. „Schulmilch lebt von der Begeisterung und dem Mitwirken vieler. Nur gemeinsam können wir unseren Kindern dieses tägliche Stück Regionalität, Qualität und Gesundheit weiterhin bieten und die Schulmilch-Aktion in eine gute Zukunft führen“, so der Landwirtschaftskammer-Präsident.

Die Klassiker bleiben – Innovation inklusive

Nach wie vor ist der Schulmilch-Kakao mit über 60 Prozent das beliebteste Produkt aus der Schulmilch-Produktpalette, doch das Sortiment hat sich erweitert: Das Angebot reicht von reiner Trinkmilch über Fruchtjoghurts bis zur Vanillemilch. Eine Portion Schulmilch kostet durchschnittlich einen Euro – ein wertvoller Beitrag zur gesunden Ernährung unserer Kinder.

Förderung durch das EU-Schulprogramm

Das EU-Schulprogramm fördert die Verteilung von Milch und Milchprodukten in Schulen, einschließlich Exkursionen zu Schulmilchbauern und Verkostungen. Ziel dieses Programms ist es, das oft unzureichende Ernährungsverhalten von Kindern zu verbessern, indem die Verfügbarkeit von gesunden Schulmilchprodukten sowie Obst und Gemüse erhöht wird. Die Kriterien der geförderten Milchprodukte sind entsprechend der nationalen Strategie zum EU-Schulprogramm für Obst, Gemüse und Milch im Einvernehmen mit dem Gesundheitsministerium festgelegt.

Zuckerzusatz ist streng geregelt

Den Produkten dürfen weder Salz, koffeinhaltiger Kaffee, Fett, Süßungsmittel oder Geschmacksverstärker zugesetzt werden. Der Zuckerzusatz ist ebenfalls streng geregelt, dieser darf maximal 3,5 Prozent betragen und liegt somit weit unter den üblichen Milchprodukten. Die Reduktion des Zuckerzusatzes in den Schulmilchprodukten ist ein wichtiger Schritt, um einer Süßprägung des Geschmackes entgegenzuwirken und den Kindern den natürlichen Geschmack von Lebensmitteln näherzubringen

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