Mit einer Kotuntersuchung auf Magen-Darm-Strongyliden (MDS) lässt sich der Parasitenbefall eines Tieres einschätzen. Dabei werden die Eier der Würmer, die im Verdauungstrakt parasitieren, nachgewiesen. Quantitative Kotuntersuchungen, bei denen die Ergebnisse als MDS-Eizahl pro Gramm Kot (EpG) angegeben werden, liefern wertvolle Informationen. Mit ihnen kann man bei erstsömmrigen Jungrindern 6–8 Wochen nach dem Weideaustrieb den Parasitendruck auf den Weideflächen abschätzen. Eine regelmäßige Überwachung der EpG kann helfen, Anpassungen des Weidemanagements oder Entwurmungen fundiert und gezielt durchzuführen. Weiters können Sie mit quantitativen Kotuntersuchungen kontrollieren, wie wirksam eine Entwurmung war, und überprüfen, ob die Parasiten eine Resistenz gegen das Entwurmungsmittel entwickelt haben (Eizahlreduktionstest). Auch andere Endoparasiten wie Kokzidien, Lungenwürmer und Leberegel können im Kot (mittels unterschiedlicher Laborverfahren) nachgewiesen werden.
Jungrinder untersuchen
Kotuntersuchungen auf MDS können bei Tieren jeden Alters sinnvoll sein, wenn der Verdacht auf eine endoparasitäre Erkrankung besteht. Besonders nützlich sind sie bei Jungrindern während ihrer ersten Weidesaison bis hin zur Einstallung. Nach einer vollen Weidesaison hat sich eine gewisse Immunität entwickelt. Die EpG spiegelt ab diesem Zeitpunkt nicht mehr die tatsächliche Wurmbelastung im Tier wider: Hier sind deshalb zusätzlich andere Kriterien (z. B. klinischer Zustand, Gewichtszunahme) für eine Behandlungsentscheidung heranzuziehen.
Weitere Infos rund um das Parasitenmanagement finden Sie auf weide-parasiten.de
Was dieser Beitrag noch bereithält:
- Einzel- oder Sammelprobe?
- Welche Laboranalyse ist geeignet?
- Ergebnisse interpretieren
- Kotproben richtig entnehmen
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