RindKlauenpflege im Sommer nicht vernachlässigen

Klauenpflege im Sommer nicht vernachlässigen

Klauenpflege
Franz Gsöls: „Wenn eine Kuh bereits lahmt, ist sie sofort zu behandeln!“
Quelle: Vetta

LANDWIRT: Wie oft müssen Kühe in den Klauenpflegestand?

Franz GSÖLS: Das hängt ganz von deren Klauengesundheit ab. Im Herbst verlängert sich unsere Arbeitszeit auf einem Betrieb gleich um 20 bis 30 Prozent, bei gleicher Kuhanzahl, und wir verkleben doppelt so viele Klötze, denn der Hitzestress in den Sommermonaten macht unsere Kühe krank.

Woran liegt das?

Mortellaro, auch als Erdbeerkrankheit bekannt, spielt da eine große Rolle. Es gibt kaum mehr Betriebe mit mehr als 20 Kühen, die kein Mortellaro haben. Von den Ausnahmen abgesehen. Diesen Betrieben kann man noch empfehlen, nur zweimal im Jahr zu pflegen. Aber auch hier ist bei älteren Tieren eine Pflege zwischendurch nötig. Polsterfett baut sich ab und Sohlengeschwüre nehmen zu. Ist die Sohle einmal beschädigt, wird eine häufigere Klauenpflege nötig.

Klauenpflege steht wöchentlich an

Worauf kommt es bei älteren Kühen besonders an?

Alte Kühe im Stall zu haben ist eine schöne Sache. Mit zunehmendem Alter steigt aber auch der Pflegebedarf. Eine angeborene Größendifferenz der Innen- und der Außenklaue bringt automatisch Schmerzen. Diese Anomalie dokumentieren wir leider oft. Das Niederschneiden der größeren Klaue und das Ausschneiden der Hohlkehlung helfen dem Tier, alt zu werden. Auch hier ist wieder eine Klauenpflege alle zwei Monate angebracht.

 

Was Sie im Interview noch erfahren:

  • Wie sich Mortellaro ausbreitet.
  • Warum der Klauenpflegestand einen eigenen Platz braucht.
  • Ob es ausreichend Klauenpfleger gibt.
  • u.v.m.

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