ForstKulturpflege: Worauf es ankommt

Kulturpflege: Worauf es ankommt

Erschienen in: LANDWIRT 10/2026

Kulturpflege ist auf fast allen Flächen Pflichtarbeit: aufwendig, aber entscheidend. Wer sie aufschiebt, zahlt später meist drauf.
Quelle: pixels/pixabay.com

Kaum gepflanzt, stehen junge Bäumchen bereits unter Druck: Während sie noch durch den Pflanzschock geschwächt sind, wachsen Himbeere, Brombeere, Holunder, Adlerfarn oder Gräser unvermindert schnell weiter. Auf nährstoffreichen, offenen Flächen entwickelt sich der Begleitwuchs besonders stark. So kann er die Kultur innerhalb kurzer Zeit vollständig überwuchern und den Jungpflanzen Licht, Wasser und Nährstoffe entziehen. Die Folgen reichen von reduziertem Wachstum über Fehlformen bis hin zu abgestorbenen Pflanzen. Im Winter verschärft sich die Situation zusätzlich, wenn Schnee den nicht entfernten Begleitwuchs über die Bäumchen drückt. Sie knicken um oder werden einfach begraben.

Kulturpflege um richtigen Zeitpunkt

Die Kulturpflege im Wald ist vor allem in den Sommermonaten notwendig. Kontrollieren Sie Ihre Flächen ab Beginn der Hauptwachstumsphase regelmäßig, um den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen. Die erste Maßnahme wird meist im Juni erforderlich – noch vor der Samenreife der Konkurrenzpflanzen. Bei starkem Bewuchs empfiehlt sich ein zweiter Durchgang vor dem ersten Schneefall im Herbst.

Was der Artikel noch bereithält:

  • Wann ist eine Kulturpflege erforderlich?
  • Kurzinterview mit Johannes Ablinger zur Kulturpflege
  • Werkzeuge für die Kulturpflege
  • Arbeitsaufwand
  • Kulturpflege auslagern: Was kostet das?

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