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Rubrik Schaf

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Lämmermast: Kraftfutter clever mischen

Die Fütterung ist ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit der Lämmermast. Durch gut zusammengestellte Kraftfuttereigenmischungen können hohe Mastleistungen bei möglichst geringen Produktionskosten erreicht werden.

Die Mischung sollte so gestaltet sein, dass sie einerseits gerne gefressen wird und es andererseits zu keiner "Entmischung" kommt. Quelle: Böhm

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Magdalena BÖHM 3 Min. Lesezeit

In der intensiven Lämmermast werden tägliche Zunahmen von etwa 300 bis 400 g angestrebt. Um diese Tageszunahmen zu erreichen, ist ein Kraftfuttereinsatz von 60 bis 100 kg und mehr je Lamm notwendig. Da in der Lämmerproduktion rund zwei Drittel der Gesamtkosten auf die Fütterung entfallen und der größte Kostenanteil dabei auf das Kraftfutter zurückzuführen ist, lässt sich in diesem Bereich auch am meisten einsparen.

Kraftfutterkosten in der Lämmermast senken

Eine wirkungsvolle Möglichkeit zur Reduktion der Kraftfutterkosten bietet der Einsatz hofeigener Mischungen aus betriebseigenem Getreide in Kombination mit Eiweißfuttermitteln aus Eigenproduktion oder Zukauf. Insbesondere Biobetriebe profitieren von dieser Strategie, da Eigenmischungen im Vergleich zu pelletiertem Fertigfutter häufig Kosteneinsparungen von bis zu 50 % ermöglichen. In der folgenden Tabelle sind die durchschnittlichen Kraftfutterpreise in Cent pro Kilo von Arbeitskreis-Betrieben in Oberösterreich aus dem Jahr 2025 aufgelistet.

Eigenmischungen setzen ein gewisses Know-how im Bereich Fütterung voraus. Es ist darauf zu achten, dass die Mischung gewisse Mindestgehalte erfüllt. Ferner müssen die einzelnen Komponenten gewogen und dürfen nicht nach dem Volumen kalkuliert werden, denn das spezifische Gewicht der üblichen Kraftfutterkomponenten ist unterschiedlich groß.

Ration für Lämmer richtig zusammenstellen

Die Mischung sollte so gestaltet werden, dass sie einerseits gerne gefressen wird und es andererseits zu keiner „Entmischung“ kommt. Besonders wichtig ist auch ein Calzium-Phosphor-Verhältnis von mindestens 2,5 : 1 in der Ration, damit es bei den männlichen Tieren zu keiner Harnsteinbildung kommt. Bei selbst gemischten Rationen ist zusätzlich eine vitaminisierte Mineralstoffmischung für Schafe sowie Viehsalz und Futterkalk beizugeben.

Zur Staubbindung sollte außerdem 1 % Futteröl beigemischt werden, was die Feinanteile bindet. Kraftfutter für Lämmer sollte im Idealfall immer gequetscht werden und kann den Tieren ad libitum oder rationiert angeboten werden. Aber auch ganze oder grob geschrotete Körner werden in der Regel gerne gefressen.

Feinvermahlene Futtermittel sind zu vermeiden. Wichtig ist, dass die Lämmer ausreichend mit Struktur über Heu und Stroh versorgt sind. Als Richtwert für Eigenmischungen sollten 17 % Rohprotein und 10,6 MJ ME in der Kraftfuttermischung je Kilo Frischmasse erreicht werden.

Energie- und Eiweißfuttermittel auswählen

Geeignete energiereiche Einzelfuttermittel für die Lämmerfütterung sind Gerste, Körnermais, Weizen und Triticale. Körnermais zeichnet sich insbesondere durch seine pansenstabile, langsam wirksame Energie aus, die auf den geringen Anteil pansenabbaubarer Kohlenhydrate zurückzuführen ist. Weizen und Triticale besitzen einen niedrigen Rohfasergehalt und sollten daher nicht als alleiniges Futtermittel eingesetzt werden.

Um Verdauungsstörungen vorzubeugen, ist ihre Verfütterung stets mit strukturreichen Futtermitteln wie Gerste oder Hafer zu kombinieren. Als hochwertige Eiweißkomponenten in der Ration eignen sich Actiprot, Sojaextraktionsschrot, Sojakuchen, Rapskuchen, Rapsextraktionsschrot sowie Sojabohnen. Diese Futtermittel können grundsätzlich als alleinige Proteinträger in der Ration verwendet werden.

Sojabohnen dürfen dabei ausschließlich in getoasteter Form verfüttert werden. Ackerbohnen und Erbsen sollten hingegen immer in Kombination mit weiteren Eiweißfuttermitteln eingesetzt werden, um eine ausgewogene Eiweißversorgung sicherzustellen. Besonders in der ökologischen Tierhaltung stellt Leinkuchen eine geeignete Eiweißquelle dar.

Er enthält einen hohen Anteil an Schleim- und Quellstoffen, hochwertiges Eiweiß sowie essenzielle Fettsäuren und kann ebenfalls als alleiniges Eiweißfuttermittel in der Ration verwendet werden. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass die eingesetzten Futtermittel von einwandfreier Qualität sind. Auf Basis dieser Grundlagen werden im Folgenden beispielhafte einfache Futtermischungen vorgestellt.

Die Mischungen erfüllen die gängigen Anforderungen an ein qualitativ gutes Lämmerkorn.

 

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