ForstLaubholzversteigerung in Oberösterreich: Eiche dominiert

Laubholzversteigerung in Oberösterreich: Eiche dominiert

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Markus Raschhofer mit dem Siegerstamm.
Quelle: LK OÖ

Der Ehrentitel „Holzmoar“ sowie die „Goldene Axt“ wurden am Aktionstag an den Besitzer des teuersten Stammes vergeben. Die Auszeichnung ging an Markus Raschhofer aus Hohenzell (Bezirk Ried im Innkreis), dessen Eiche mit einem Gebot von 2.669 Euro je Festmeter an der Spitze lag. Der Siegerstamm, der nicht direkt im Wald gestanden war, sondern auf einer angrenzenden „Leiten“ misst vier Meter Länge und beeindruckt mit einem Mittendurchmesser von rund einem Meter (110 cm ohne Rinde), was einem Volumen von 3,8 Festmetern entspricht.

Eichenholz

Eichenholz bietet vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Das äußerst wertvolle, schwere und harte Holz ist in der Furnier- und Möbelherstellung begehrt. Eiche wird zudem gern für Landhausdielen und Parkettböden verwendet. Darüber hinaus wird Eiche häufig im Bereich der Inneneinrichtung oder für Designerstücke eingesetzt. Auch hochwertiger Wein oder Spirituosen werden in Eichenholzfässern gelagert, damit sie ein charakteristisches Barrique-Aroma erhalten.

Eichenpreis legt nochmals kräftig zu

Im Rahmen der diesjährigen Submission wurden 1.015 Laubholz-Stämme bzw. rund 1.500 Festmeter Wertholz verkauft. „Die Hauptbaumart war die Eiche mit 80 % der Holzmenge. Umso erfreulicher ist es, dass der Eichenpreis mit einem Durchschnitt von 885 Euro pro Festmeter gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich zulegen konnte. Vor fünf Jahren lag der Durchschnittserlös bei Eiche noch bei 500 Euro pro Festmeter, was verdeutlicht, welche Preisentwicklung Eichenwertholz selbst mit Blick auf die Inflationsrate zurückgelegt hat.

Insgesamt 246 Wertholzstämme erzielten Gebote von mehr als 1.000 Euro pro Festmeter.
Quelle: LK OÖ

Insgesamt 246 Wertholzstämme erzielten Gebote von mehr als 1.000 Euro pro Festmeter – darunter allein 229 Eichen. Acht Stämme überschritten sogar die Marke von 2.000 Euro pro Festmeter. „Damit erreichte rund ein Viertel des gesamten Angebots Preise jenseits der 1.000‑Euro‑Grenze. Das zeigt deutlich, wie lohnend die gezielte Suche nach hochwertigen Laubholzstämmen sein kann – idealerweise gemeinsam mit einem Waldhelfer“, erläutert Franz Kepplinger, Obmann des Waldverbandes OÖ.

Er betont jedoch, dass nicht allein der Preis pro Festmeter entscheidend sei. Ebenso wichtig sei die Kubatur eines Stammes: Viele Stämme brächten aufgrund ihres Volumens mehrere Tausend Euro ein – selbst bei moderaten Geboten. „Eine gezielte, gut geplante Laubholzbewirtschaftung kann für bäuerliche Waldbesitzer sehr ertragreich sein“, so Kepplinger.

Die Wertholzsubmission in St. Florian wird vom Waldverband OÖ und der Landwirtschaftskammer OÖ organisiert.
Quelle: LK OÖ

Gustostückerl am Submissionsplatz

Neben der Eiche gab es auch andere Spezialitäten. Die Laubholzsubmission zeichnet sich dadurch aus, dass nicht nur die Trendbaumarten, sondern auch „Gustostückerl“ anderer Hölzer vertreten sind. So war unter den 15 Baumarten heuer beispielsweise auch eine Ulme mit herausragender Qualität anzutreffen.

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