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Rubrik Ernährung

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Lebensmittelverschwendung an Feiertagen besonders hoch

Gerade zu Weihnachten landen besonders viele genießbare Lebensmittel im Müll. Bewusster Einkauf, regionale Produkte und mehr Wertschätzung können Abfälle drastisch reduzieren, Haushalte entlasten und die Wirtschaft stärken.

Weniger Müll und Geld sparen durch bewussten Einkauf von regionalen Lebensmitteln. Im Bild v.l.n.r.: Saubermacher-Gründer Hans Roth, Direktvermarkter Raphael Walcher und Julia Aichinger, Präsident Andreas Steinegger, Geschäftsleiter Saubermacher Manfred König. Quelle: LK Steiermark/Danner

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Angelika Leitner 1 Min. Lesezeit

In der Steiermark fallen rund um die Weihnachtsfeiertage über 20 Prozent mehr Abfälle an. Allein in privaten Haushalten werden jährlich etwa 166.000 Tonnen genießbare Lebensmittel entsorgt – mit einem Wert von bis zu 800 Euro pro Haushalt. Besonders betroffen sind Brot und Gebäck, Obst und Gemüse, Milchprodukte sowie Fleisch und Fisch. Diese vier Gruppen machen fast 80 Prozent der vermeidbaren Lebensmittelabfälle aus.

Dramatische Zahlen

  • Pro Kopf werden jährlich 11,2 Kilo genießbares Brot und Gebäck im Müll entsorgt.
  • Bei Obst und Gemüse wirft jeder Steirer  im Jahr 10,8 Kilo lupenreine Produkte weg.
  • Bei Fleisch und Fisch landen 4,4 Kilo pro Person im Abfall 
(rein rechnerisch 18.700 Rinder und 46.700 Schweine).
  • Bei Milch landet die Jahresleistung von 550 bis 570 Milchkühen im Müll. Es fallen hier nämlich rund 4.000 Tonnen an vermeidbaren Milchprodukten an.
  • Bei Getreide wird der Ertrag von 2.400 Hektar weggeworfen. Das sind mehr als zehn Prozent der steirischen Getreideanbaufläche
  • Bezogen auf Obst und Gemüse heißt das, dass 13.700 Tonnen jährlich im Abfall landen, was dem Ertrag von 550 Hektar gleichkommt.
  • Die 2.100 Tonnen genießbare Ei-Produkte, die von den Steirern jedes Jahr weggeworfen werden, kommen von Eiern, die 115.000 Legehennen legen.

Das kann man gegen die Lebensmittelverschwendung tun

Ein zentraler Hebel liegt im bewussten Einkauf. Regionale Direktvermarkter bieten hochwertige Lebensmittel oft lose an, sodass nur die tatsächlich benötigte Menge gekauft wird. Das senkt Kosten, reduziert Verpackungen und verhindert unnötigen Abfall. Wo Verpackungen nötig sind, setzen bäuerliche Betriebe zunehmend auf recycelbare Lösungen.
Schon kleine Veränderungen zeigen große Wirkung: Wenn jeder steirische Haushalt monatlich nur 3,50 Euro mehr für heimische statt internationale Produkte ausgibt, entstehen rund 500 Arbeitsplätze und eine regionale Wertschöpfung von 18 Millionen Euro. Mit fünf Euro sind es sogar bis zu 770 Arbeitsplätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Die Kernaussage ist eindeutig: Weniger wegwerfen, gezielter einkaufen und regional konsumieren entlastet Haushalte, schützt Klima und Umwelt und stärkt die heimische Landwirtschaft nachhaltig.

Kontakt zum Autor

Angelika Leitner

LANDWIRT Redaktion

Aufgewachsen auf einem Bergbauernhof in der Steiermark, den jetzt ihr Bruder mit Familie weiterführt. Nach der landwirtschaftlichen Fach- und Mittelschule schnupperte sie kurz in die Gastronomie und Bio-Kontrolle. Seit 2005 ist sie beim LANDWIRT tätig, von 2016 bis 2022 fungierte sie gemeinsam mit Johannes Paar als Chefredakteurin. Sie ist für die Rubrik Familie, Haus und Garten zuständig. Angelika Leitner ist Mutter von zwei Kindern und lebt mit Hühnern und Wachteln auf einem ehemaligen Bauernhof in der Obersteiermark.

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