Im ersten Quartal 2026 produzierten Europas Milchbauern etwa 5 % mehr Milch als im Vorjahreszeitraum. Der Preisverfall der Milchauszahlungspreise im selben Zeitraum beträgt in einzelnen Regionen bis zu 30 %. „Mit Schwankungen von ein bis zwei Prozent können die Verarbeiter gut umgehen, genauso auch der Markt“, so der Präsident des European Milk Board (EMB), Kjartan Poulsen. Einzelne Teilnehmer des EMB schlagen wegen des hohen Milchaufkommens erneut einen freiwilligen Lieferverzicht vor. Bereits im Jahr 2016 initiierte die Vereinigung ein solches Modell, um Anliefermengen in den Griff zu bekommen und so den Milchmarkt zu stabilisieren. Damals sah das Modell folgendermaßen aus: Für den freiwilligen Lieferverzicht konnten sich Landwirte melden, um in den nächsten drei Monaten, die Milchlieferung um ein gewisses Maß zurückzufahren. Dieses Maß war frei wählbar. Bauer A konnte somit sagen, er liefere um 5 % weniger Milch, Bauer B konnte sagen, er liefere um 10 % weniger an. Basis der Berechnungen für die zu reduzierende Menge war die angelieferte Milchmenge im Vorjahreszeitraum. Kontrolliert wurde die Anlieferungsmenge über die Milchgeldabrechnung.
Das erfahren Sie noch in diesem Beitrag:
- so sollte der Lieferverzicht vergütet werden
- Vor- und Nachteile eines freiwilligen Lieferverzichtes
- Was statt einem Basis-Milchpreis besser wäre
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