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Nur mit Abo: Lindner Lintrac vs Lindner Geotrac: Neu oder gebraucht?
Ein guter Gebrauchter als günstige Alternative zum Neutraktor – danach haben wir für den Lindner Lintrac 95 LS gesucht. Doch die Recherche auf den Gebrauchtmaschinenbörsen überraschte: Selbst mehr als zehn Jahre alte Traktoren mit mehreren tausend Betriebsstunden sind erstaunlich teuer. Wir vergleichen alt mit neu und zeigen, wann sich der Gebrauchte dennoch rechnen kann.
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Im letzten LANDWIRT 17/2026 haben wir den neuen Lindner Lintrac 95 LS ausführlich getestet. Angesichts der angespannten Kostensituation auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben stellte sich für uns anschließend die Frage: Muss es wirklich ein Neutraktor sein? Oder bekommt man vergleichbare Technik auch gebraucht und deutlich günstiger?

Als Vergleichspartner haben wir den Lindner Geotrac 94 gewählt. Er stammt aus der Generation vor dem Lintrac und kommt dem aktuellen 95 LS bei Leistung und technischer Ausrichtung erstaunlich nahe. Auf den Online-Gebrauchtmaschinenbörsen landwirt.com und traktorpool.de suchten wir deshalb gezielt nach gut erhaltenen und entsprechend ausgestatteten Maschinen.
Die erste Überraschung: Die Auswahl ist klein. Vom Geotrac 94 werden aktuell nur wenige Exemplare angeboten. Wer eine bestimmte Ausstattung, wenig Betriebsstunden und einen guten Zustand verlangt, muss unter Umständen länger suchen, tiefer in die Tasche greifen und weitere Anfahrtswege in Kauf nehmen.
Geotrac 94 und Lintrac 95 LS im Technikvergleich
Der technische Vergleich zeigt, warum der Geotrac 94 als Alternative interessant ist. Beide Traktoren leisten rund 100 PS und setzen auf einen Vierzylindermotor sowie ein Lastschaltgetriebe. Auch bei der Zapfwelle gibt es viele Gemeinsamkeiten. Ein entsprechend ausgestatteter Geotrac bietet zudem Fronthydraulik, Frontzapfwelle, EHR, Klimaanlage und Kabinenfederung.
Bild ohne Quellenangabe
Der Lintrac 95 LS ist dennoch die modernere Maschine. Sein 3,6-l-Perkins-Motor erfüllt die aktuelle Abgasstufe V und leistet 102 PS. Das 16/8-Gang-Getriebe besitzt zwei Lastschaltstufen, Powershuttle und weitere Komfortfunktionen. Auch bei Hydraulik und Hubkraft hat Lindner gegenüber der Geotrac-Generation nachgelegt.
In unserem Test lieferte die Hydraulik knapp 80 l/min, das Heckhubwerk stemmte an der Ackerschiene mehr als 5 t. Der Geotrac 94 punktet dagegen mit einer Technik, die vielen Praktikern seit Jahren vertraut ist. Gerade für Betriebe, die bewusst einen vergleichsweise einfachen Traktor suchen, muss das kein Nachteil sein.
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