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Rollhacken haben sich in den vergangenen Jahren im Ökolandbau stark verbreitet und die breite Werkzeugpalette in der mechanischen Unkrautregulierung um einen Baustein ergänzt. Dabei sind Rollhacken keinesfalls eine neue Erfindung. Die klassischen „rotary hoes“ wie sie jenseits des Teiches genannt werden sind hier seit etwa 100 Jahren im Einsatz und haben sich dort bewährt. Für den Ökolandbau ist sie daher interessant, weil sie hohe Flächenleistung mit einer aggressiven und gleichzeitig pflanzenschonenden Arbeitsweise kombiniert. Zudem kann sie in vielen Kulturen eingesetzt werden.
Weitblick der Pioniere
Die Ursprünge der Rollhacke finden sich auf Böden, die im Frühjahr schnell und stark verkrusten. Im Maisanbau in den USA zeigte sich ein positiver Effekt auf das Pflanzenwachstum, wenn Böden mit partieller Bodenbearbeitung gelockert wurden. Dadurch verbesserte sich der Gasaustausch im Boden und das Maiswachstum wurde gefördert. Der Nebeneffekt der mechanischen Unkrautregulierung war damals nicht das Hauptziel. Die ersten Ökobetriebe sind aber genau darauf aufmerksam geworden, als die einfachen Striegel auf verkrusteten und verschlämmten Böden nicht die erwünschte Effektivität zeigten. Sie importierten damals die ersten Hacksterne von „Yetter“ oder „John Deere“ und montierten die an einfache Rahmen. Durch die Kombination aus Rollhacke und Zinkenstriegel schafften sie ein optimales Ergebnis aus Krustenbrechen, Belüften, Mineralisierung und Unkrautregulierung. Die Vorzüge der Rollhacke genossen bis vor etwa fünf Jahren aber nur wenige Betriebe. Seither steigen die Maschinenzahlen auf den Bio-Betrieben.
Was der Beitrag sonst noch bereithält:
- Kombination mit Striegel
- Was muss er können?
- Welche Bauarten gibt es?
- Richtige Einstellung
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