LandlebenFamilieMehr Kinderbetreuung soll bäuerliche Familien entlasten

Mehr Kinderbetreuung soll bäuerliche Familien entlasten

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Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger.
Quelle: LK

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele Bäuerinnen eine tägliche Herausforderung. Besonders in arbeitsintensiven Phasen wie Ernte oder Tierpflege haben betriebliche Aufgaben häufig Vorrang. Lange Arbeitstage und die räumliche Nähe von Arbeitsplatz und Privatleben erschweren klare Grenzen.

Das zeigt auch die Studie „Vereinbarkeit von beruflichen Ambitionen und familiären Aspirationen von Landwirtinnen in Österreich“ von Annecilla Sampt. Grundlage waren qualitative Interviews mit Betriebsleiterinnen und künftigen Hofübernehmerinnen.

Nach Angaben der Befragten sind Unterstützung durch die Familie, externe Hilfe und verlässliche Kinderbetreuung entscheidend. Fehlende Ersatzkräfte erschweren zudem Urlaub und längere Erholungsphasen.

Ausbau der Kinderbetreuung gefordert

Bundesbäuerin und Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Österreich Irene Neumann-Hartberger unterstützt den Ausbau der Elementarpädagogik. Kinderkrippen, Kindergärten und Horte seien auch für bäuerliche Familien notwendig.

Besonders relevant ist das bei Nebenerwerbsbetrieben. Laut Neumann-Hartberger werden 58 Prozent der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe im Nebenerwerb geführt. Häufig gehen auch Bäuerinnen einer außerlandwirtschaftlichen Beschäftigung nach und sind auf verlässliche Betreuungsangebote angewiesen.

Die Einbindung der Kinder in den Hofalltag bleibe dennoch für viele Familien wichtig. Externe Betreuung und gemeinsames Familienleben seien daher kein Widerspruch.

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