LandlebenErnährungMicro Greens anbauen: So gelingt das frische Grün

Micro Greens anbauen: So gelingt das frische Grün

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Micro Greens enthalten eine besonders hohe Konzentration an Vitalstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen.
Quelle: Privat, Tamara Briegel

Micro Greens sind junge essbare Keimpflanzen, zum Beispiel von Kresse, Radieschen, Grünkohl, Senf oder Sonnenblumen. Auch Erbsen, Linsen und Kichererbsen eignen sich für den Anbau. Gerade im frühen Frühjahr, wenn im Garten noch wenig geerntet werden kann, bieten sie eine einfache Möglichkeit für frisches Grün aus dem eigenen Zuhause, sagt Tamara Briegel, Fachlehrerin am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten.

Unterschied zu Sprossen

Optisch ähneln Micro Greens zwar Sprossen, im Anbau gibt es aber Unterschiede. Nach Angaben des AELF Kempten wachsen Micro Greens in Substrat oder Watte und müssen nicht täglich gespült werden. Dadurch sei der Anbau einfacher zu handhaben als bei klassischen Sprossen.
Dr. Elisabeth Bischofberger, Leiterin der Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung Kempten, verweist zudem auf den Nährstoffgehalt der jungen Pflanzen. Micro Greens enthielten viele Vitalstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe.
Geeignetes Material und Saatgut

So gelingt die Anzucht

Für die Anzucht reichen flache Gefäße wie Unterteller, Aussaatschalen, kleine Kunststoffschalen, Auflaufformen oder Tabletts. Falls die Gefäße Löcher haben, können sie mit Küchenpapier oder Zeitung ausgelegt werden. Als Unterlage eignen sich Watte oder keimfreie Anzucht- beziehungsweise Kräutererde.
Verwendet werden sollte Saatgut in Küchenqualität, möglichst unbehandelt und in Bio-Qualität. Geeignet sind unter anderem Radieschen, Rote Bete, Kresse, verschiedene Kohlsorten und Senf. Auch Speiselinsen, Erbsen oder getrocknete Kichererbsen können genutzt werden, sie sollten vor der Aussaat über Nacht eingeweicht werden. Nicht geeignet sind Samen von Nachtschattengewächsen wie Tomaten oder Auberginen.

Anbau in wenigen Schritten

  • Gefäß mit einer etwa fingerdicken Schicht Watte oder mit rund sechs bis acht Zentimetern Erde füllen. Das Substrat sollte leicht angedrückt, glatt gestrichen und gut angefeuchtet werden, ohne dass sich Staunässe bildet.
  • Die Samen sortenrein und mit etwas Abstand breitflächig ausgestreuen. Dabei ist auf unterschiedliche Keimzeiten zu achten.
  • Die Samen leicht andrücken, das Gefäß locker abdecken (Frischhaltefolie) und anschließend regelmäßig lüften.
  • Während der Keimung sollten die Pflanzen mit Wasser besprüht oder vorsichtig gegossen werden. Das Substrat darf nicht austrocknen, die Samen sollen aber auch nicht im Wasser stehen.

Ernte nach sieben bis zehn Tagen

Geerntet werden die Micro Greens nach etwa sieben bis zehn Tagen. Dazu werden die jungen Pflanzen mit einer Schere knapp über der Erde abgeschnitten. Nach Angaben der Fachleute sind die Pflänzchen in jungem Stadium besonders zart und aromatisch

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