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LANDWIRT: Es gibt zahlreiche Milchpreisvergleiche von verschiedenen Institutionen. Warum machen Sie sich dennoch die Mühe, einen eigenen Milchpreisvergleich zu erstellen?
Josef SCHMIDTHALER: Viele Vergleiche beinhalten die durchschnittlich ausbezahlten Tierwohlboni der Molkereien. Das verzerrt jedoch das Bild, weil nicht jeder Betrieb dieselben Voraussetzungen erfüllt. Wer etwa Kühe in einem Laufstall ohne Auslauf oder Weide hält, erhält meist niedrigere Zuschläge als im Durchschnitt ausgewiesen werden. Ich stelle die einzelnen Zuschläge getrennt dar. Dadurch kann jeder Betriebsleiter seinen erzielbaren Milchpreis selbst berechnen.
Was dieses Interview noch bereit hält:
- Warum ein eigener Milchpreisvergleich trotz anderer Auswertungen notwendig ist
- Wie sich Zuschläge, Boni und Abschläge auf den Milchpreis auswirken
- Welche Widerstände es von Molkereien gegen den Vergleich gab
- Warum internationale Märkte den Milchpreis stark beeinflussen
- Welche Perspektiven junge Menschen für die Landwirtschaft brauchen
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