Der Preisindex der Global Dairy Trade (GDT) hat bei der ersten Auktion des Jahres 2026 deutlich zugelegt. Der Index stieg um 6,3 Prozent auf 3.530 US-Dollar je Tonne und verzeichnete damit den ersten Anstieg seit Juli 2025. Die Preise legten über alle Produktkategorien hinweg zu, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Die stärksten Zuwächse wurden bei Milchpulvern und Milchfett verzeichnet.
Milchpulver treibt den Index nach oben
Der Butterpreis erhöhte sich um 3,8 Prozent auf 5.200 USD/t, während Milchfett um 7,4 Prozent auf 6.000 USD/t zulegte. Cheddar verteuerte sich leicht um 0,6 Prozent auf 4.670 USD/t, Mozzarella um 0,7 Prozent auf 3.410 USD/t. Vollmilchpulver stieg um 7,2 Prozent auf 3.410 USD/t, Magermilchpulver um 5,4 Prozent auf 2.560 USD/t.
Während die Käsepreise damit weitgehend stabil blieben, erreichten die Preise für Butter, Milchfett und Milchpulver wieder das Niveau von Anfang Dezember 2025. Magermilchpulver notiert inzwischen sogar über dem Stand von vor einem Monat.
Zurückhaltende Umsätze dämpfen Marktsignale
Der deutliche Anstieg des GDT-Index ist vor allem auf den hohen Anteil von Milchpulver – insbesondere Vollmilchpulver – am gesamten Handelsvolumen zurückzuführen. Insgesamt lag das gehandelte Volumen deutlich unter dem früherer Auktionen. Die Umsätze bei Butter und Käse fielen vergleichsweise gering aus, sodass die entsprechenden Preisindikatoren nur eingeschränkt repräsentativ sein könnten. Zudem lagen die Preise der zweiten und dritten Butterkontrakte unter dem des ersten Kontrakts, was auf eine gewisse Zurückhaltung der Marktteilnehmer hinsichtlich weiterer Preisanstiege hindeutet.
AgE

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