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Mist zählt zu den ältesten bekannten Düngemitteln. Als nachhaltige Alternative zu mineralischen Düngern überzeugt er durch seine Langzeitwirkung und seine Fähigkeit, Böden dauerhaft zu verbessern. Doch Vorsicht: Nicht jede Mistart eignet sich gleichermaßen für jedes Beet.
Julia Steinhoff-Wagner von der TUM School of Life Sciences in Freising-Weihenstephan ist Professorin für Tierernährung und Metabolismus und hat sich intensiv mit dem Thema Kreislaufwirtschaft beschäftigt. Sie forscht zu Fragen, was Tiere fressen und dann ausscheiden – hinsichtlich Nährstoffe, aber auch Krankheitserreger. „Sie sollten sich überlegen, was Sie mit dem Mist bezwecken wollen, und daraus ergibt sich die Art und die Anwendung“, sagt die Expertin.
Hygiene beim Mist im Nutzgarten
Ausscheidungen von Fleischfressern haben ein deutlich höheres Risiko, Krankheitserreger zu enthalten, und gehören deshalb grundsätzlich nicht in den Nutzgarten. Hunde- und Katzenkot haben auf Gemüsebeeten nichts zu suchen. Aber auch jede andere Mistart ist mit einem gewissen hygienischen Risiko verbunden. „Arbeiten Sie deswegen wie mit Fleisch in der Küche. Tragen Sie Handschuhe bei Verletzungen, reinigen Sie alle Geräte und Ihre Hände gründlich.“
Was dieser Artikel noch bereit hält:
- Hygiene beim Mist im Nutzgarten
- Tierernährung bestimmt die Mistqualität
- Einstreu und C/N-Verhältnis beachten
- Rotte und Lagerung richtig steuern
- Mist im Frühling ausbringen
- Welcher Mist eignet sich wofür

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