BioBio-BauernMit dem Mobilstall in den Vollerwerb

Mit dem Mobilstall in den Vollerwerb

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Zweimal täglich sammelt Andreas Wurm die Eier seiner 550 Hühner ein. Die Stall- und Vermarktungsarbeit beziffert er mit knapp 1.000 Arbeitskraftstunden pro Jahr.
Quelle: Goldberger

Unabhängig vom Lebensmittelhandel sein, auf mehrere Standbeine setzen und nicht zu viel Kapital binden. Das ist das Erfolgsrezept von Andreas und Daniela Wurm. Die beiden Junglandwirte aus Marchtrenk bei Wels (Oberösterreich) haben sich ihren Traum erfüllt und aus ihrem Hof wieder einen Vollerwerbsbetrieb gemacht. Noch vor wenigen Jahren waren die Weichen klar in Richtung Nebenerwerb gestellt. Doch dann entdeckte das junge Paar die Liebe zur Landwirtschaft. Aber alles der Reihe nach.

Schüler statt Schweine

Vor neun Jahren übernahm Andreas Wurm den Niederwimmerhof von seinen Eltern. Ackerbau (50 ha) und Schweinezucht waren damals die Betriebszweige des konventionell geführten Betriebs. Da der Jungübernehmer einem guten Job nachging, gab er die Tierhaltung auf und führte den Hof im Nebenerwerb. Die alten Stallgebäude wurden umgebaut und beherbergen seither eine Privatschule. Schüler statt Schweine, Büro statt Stall – die Weichen zum typischen Nebenerwerbsbetrieb waren gestellt. Doch dann passierte etwas: „Wir haben im Laufe der Jahre immer mehr die Liebe zur Landwirtschaft entdeckt“, erzählt Ehefrau Daniela Wurm. So entstand nach und nach der Wunsch, den Hof wieder im Vollerwerb zu führen. Mit ihrer ersten Christbaumkultur und dem Verkauf von Weihnachtsbäumen starteten Andreas und Daniela Wurm die Mission Vollerwerb. Wenig später begannen die beiden, Kürbiskerne und Kürbiskernöl aus dem eigenen Kürbisanbau selbst zu vermarkten. Schließlich kamen vor einem Jahr wieder Tiere auf den Niederwimmerhof zurück. Mit der Legehennenhaltung in Mobilställen und der Direktvermarktung von Eiern machten die beiden Landwirte den finalen Schritt in den Vollerwerb. Doch dieser war nicht ganz einfach, wie sich Andreas Wurm erinnert.

Daniela und Andreas Wurm haben sich ihren Traum erfüllt und aus ihrem Hof wieder einen Vollerwerbsbetrieb gemacht.
Quelle: Goldberger

Um halb zehn ausverkauft

„Der Plan für die Legehennen im Mobilstall lag schon länger in der Schublade“, erzählt der Junglandwirt. Die Corona-Pandemie mit der steigenden Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln direkt vom Bauern gab letztlich den Ausschlag. Wurm: „Der Niederwimmerhof liegt am Stadtrand von Marchtrenk, insofern glaubten wir, dass wir genug Kunden für unsere Eier finden würden.“ Sie entschieden sich für einen Mobilstall für 200 Hennen der Fa. Mitterbauer. Daniela Wurm: „Als ersten Schritt planten wir, dass ich neben den Kindern die Betreuung des Mobilstalls übernehme und Andreas weiterhin seiner Arbeit nachgeht.“ Doch dieser Plan zerschlug sich schnell. Schon nach wenigen Wochen überstieg die Nachfrage das Eierangebot eklatant. Daniela erinnert sich: „Es gab Tage, da waren wir schon um halb zehn Uhr vormittags ausverkauft.“

Was dieser Artikel noch bereithält:

  • Wie man täglich 450 Eier vermarktet.
  • Wie viel ein Ei kosten muss, damit der Mobilstall wirtschaftlich ist.
  • Für wen ein Mobilstall eine sinnvolle Investition ist.
  • u.v.m.

 

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